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KWF-Bilanz 2016:
Starker Anstieg beim Investitions- und Fördervolumen, insbesondere im Tourismus

Auf einen Blick:
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    638 Förderfälle wurden genehmigt, das Fördervolumen betrug 27,3 Mio. EUR (+ 83 % gegenüber 2015), 809 Arbeitsplätze planen die geförderten Unternehmen neu zu schaffen, 14.728 Arbeitsplätze konnten abgesichert werden.
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    Mit im Jahresdurchschnitt 202.459 Aktivbeschäftigten (+ 2.399 Beschäftigungsverhältnisse bzw. + 1,2 % gegenüber 2015) setzte sich die positive Beschäftigungsentwicklung auch 2016 fort.
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    92 % aller Förderfälle betrafen KMU*, die mit 15,5 Mio. EUR 57 % der Fördermittel binden konnten.
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    Mit 74,7 Mio. EUR investierte die Industrie am meisten (+43 % gegenüber 2015), gefolgt vom Tourismus (65,1 Mio. EUR | + 206 %! zum Vorjahr) und dem Gewerbe (51,4 Mio. EUR | + 42 % gegenüber 2015).
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    23,4 Mio. EUR kamen bei 883 Projekten (2015: 668 Projekte | + 32 %) über die Bundesförderstellen den Projekten von Kärntner Unternehmen zusätzlich zugute.
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    Mit 2.683 (vorläufige Zahl) Unternehmensgründungen konnte das gute Vorjahresergebnis (2.561) um + 4,8 % übertroffen werden. Auf je 1.000 Einwohner entfallen 4,8 Neugründungen. Damit liegt die Gründungsintensität knapp über dem Österreichschnitt (4,6).
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    Die Insolvenzen (342 Meldungen) sind weiter rückläufig (- 6,6 %), der niedrigste Stand seit 2002. Die Passiva sind gegenüber dem Vorjahr aufgrund einer Großinsolvenz jedoch gestiegen (254 Mio. EUR | + 50,3 %).
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    Rückblickend war das Jahr 2016 geprägt durch ein hohes Maß an Stabilität und Vertrauen in die mehrjährigen KWF-Förderprogramme und die zielgerichteten Ausschreibungen auf Landes- und Bundesebene.

KWF Jahresbilanz-Pressekonferenz - Das Jahr 2016 / Zahlen, Daten, Fakten Sandra Venus, Christoph Herzeg, Erhard Juritsch ©fritzpress
Vlnr: Sandra Venus (KWF Vorstand), Christoph Herzeg (KWF Kurator), Erhard Juritsch (KWF Vorstand)
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Im Detail:
Die Gesamtaktivitäten des KWF umfassten 638 Förderfälle mit einem Fördervolumen von 27,3 Mio. EUR. Das damit verbundene Investitionsvolumen (Projektkosten) belief sich auf 218,4 Mio. EUR mit dem Plan, 809 neue Arbeitsplätze zu schaffen und zudem 14.728 bestehende zu sichern.

Förderungen und Beteiligungen Kärnten 2016

Die Betrachtung nach Sektoren zeigt, dass wie bereits in den Vorjahren auch im Jahr 2016 bezogen auf die Förderfälle das Gewerbe am stärksten vertreten war (55,0 % aller Förderfälle). Die Industriebetriebe (44 Förderfälle) lösten das größte Fördervolumen aus. Eine gewaltige Zunahme gab es bei den Tourismusförderungen. Bei annähernd gleicher Förderanzahl (2015: 132 Fälle | 2016: 144) konnten Investitions- und Fördervolumen gegenüber dem Vorjahr mehr als verdreifacht werden.

Förderungen und Beteiligungen Kärnten 2016
nach Sektoren

Unternehmensgrößen: Entsprechend der Kärntner Wirtschaftsstruktur richtet sich das Förderangebot des KWF primär an KMU*. Mit15,5 Mio. EUR entfielen 56,9 % der Gesamtfördersumme auf KMU*. Bei den Klein- und Mittelunternehmen* stieg die Anzahl der Fälle um 15,3 % und das Fördervolumen wurde mehr als verdoppelt. Die Großunternehmen* wurden in 33 Fällen mit insgesamt knapp 6,0 Mio. EUR gefördert. Der Schwerpunkt liegt bei diesen im Bereich F&E.

Förderungen und Beteiligungen Kärnten 2016
nach Unternehmensgrößen

Über die Bundesförderstellen FFG*, KPC*, AWS* und ÖHT* konnten bei 883 Projekten (+ 215 Projekte gegenüber dem Vorjahr) zusätzlich 23,4 Mio. EUR (+ 8,8 % gegenüber 2015) an Fördermitteln für Projekte von Kärntner Unternehmen akquiriert werden. Eine außergewöhnliche Zunahme gab es bei den über die ÖHT* abgewickelten Tourismusförderungen. Die Projektanzahl stieg von 34 (2015) auf 182 (2016), die Zuschüsse, Darlehen und Kredite erhöhten sich von 8,3 Mio. EUR auf 41,6 Mio. EUR und die damit verknüpften Förderbarwert*e von 0,3 Mio. EUR auf 3,1 Mio. EUR. Kärnten rangiert in der ÖHT*-Förderstatistik mittlerweile auf Rang 3, hinter den »Tourismus-Kaisern« Tirol und Salzburg.

Die Zusammenarbeit* mit den Bundesförderstellen wurde intensiviert, wodurch es zu einer weiteren Vereinfachung für die antragstellenden Unternehmen kam. Die Bundesfinanzierungen (Haftungen, Kredite) kombiniert mit den Kofinanzierungen des KWF ermöglichten Investitionen, Internationalisierung und Beschäftigungswachstum für ein noch größeres Kundenportfolio.

KWF Jahresbilanz-Pressekonferenz - Das Jahr 2016 / Zahlen, Daten, Fakten Erhard Juritsch, Sandra Venus, Christoph Herzeg ©fritzpress
Vlnr: Erhard Juritsch (KWF Vorstand), Sandra Venus (KWF Vorstand), Christoph Herzeg (KWF Kurator)
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Ausblick:
Der Know-how-Transfer zu den Unternehmen schafft den Mehrwert über die monetäre Tangente hinaus. Die Projektfinanzierung und damit einhergehend die Finanzstruktur des Unternehmens rücken weiter in den Mittelpunkt der Förderungen. Die Erfahrungen zeigen, dass der strategische Schwenk zu Finanzierungen der richtige Schritt war, um auf den schwierigen Zugang für KMU* zum Kapitalmarkt zu reagieren. Das KWF-Programm »Beteiligungsfinanzierung« soll Unternehmen bei der Finanzierung erfolgversprechender und risikobehafteter Investitionsprojekte unterstützen. Zudem soll mit dem Start des durch den KWF gemanagten BABEG Venture Fonds II KMU* mit skalierbaren Geschäftsmodellen Zugang zu Risikokapital ermöglicht werden.

Die Gültigkeit der Programme bis 2020 ermöglicht es uns auch im Jahr 2017, direkt auf die Unternehmen zuzugehen und Projekte mit ihnen gemeinsam zu strukturieren. Der KWF setzt weiterhin auf Wachstum und Beschäftigung. Der Technologiestandort Kärnten braucht zudem im Wettbewerb mit anderen Regionen intensive Unterstützung. Er ist sehr stark von der F&E-Tätigkeit des Unternehmenssektors abhängig.

Neben den Förderprogrammen werden Ausschreibungen (Calls) als Anreizsystem für konkrete Themen immer stärker eingesetzt. Etabliert sind inzwischen der Innovationsassistent und der TD|IKT* Call sowie die Umsetzung innovativer Gründungsvorhaben.

Neu hinzugekommen sind Ausschreibungen zu den Themen »Industrie 4.0« und »Smart Specialisation«. Internationalisierungsfähige Unternehmen werden durch das neukonzipierte Programm »Internationalisierungsassistent« gefördert. Im Bereich der Wirtschaftsentwicklung hat mit dem Silicon-Alps Cluster Kärnten-Steiermark mit dem Schwerpunkt auf Mikroelektronik eine der bedeutendsten strategischen und technologischen Schwerpunktsetzungen des KWF ihren Ausgang genommen und sollte 2017 erste gemeinsame Projekte hervorbringen. Ein gemeinsamer Call des KWF mit der SFG (Steirische Förderungsgesellschaft) soll diese erste bundesländerübergreifende Institution sichtbar machen.

Das Jahr 2017 verspricht insgesamt gute Voraussetzungen für anspruchsvolle Projekte im Forschungsbereich und bei den Investitionen. Investitionen können sowohl im Tourismus als auch in den industriell-gewerblichen Sektoren gefördert werden, weil nun auch die rechtlichen Rahmenbedingungen gegeben sind, verstärkt EU EFRE*-Mittel für die Projektfinanzierung einzusetzen. Die INTERREG-Programme im Alpe-Adria-Raum mit Italien und Slowenien bilden unterschiedliche Programmschwerpunkte (z.B. Smart-Lab für Schülerinnen, Schüler und Studierende, Aufbau eines Entrepreneurial Ecosystems, Kooperationen mit außeruniversitären Forschungseinrichtungen, Fachhochschule sowie Unternehmen).

Mit der neuen KWF-Homepage (online voraussichtlich im Juni 2017) sollen auch die Informationszugänge für unsere Kunden optimiert werden. Die FTI-Strategie soll den aktuellen, sehr positiven Entwicklungen angepasst werden und auf die sich abzeichnenden Chancen fokussieren. Das KWF-Magazin »Sichtweisen und Porträts« wird im Jahr 2017 zu den Themen Internationalisierung und Digitalisierung erscheinen.

Weitere Informationen:
Ansprechpartner:

Fritz Lange
lange@kwf.at
(0463) 55 800-37

ETZ

Das Ziel »Europäische Territoriale Zusammenarbeit« sieht Kooperationen zwischen Projektträgerinnen und Projektträgern einzelner Regionen zweier EU-Mitgliedsstaaten als Mittel für den Zusammenhalt innerhalb der EU vor. INTERREG V ist ein Teil dieser EU-Initiative.

KMU:
Kleine und Mittlere Unternehmen
Genauere Beschreibung dazu lesen

ESF

= Europäischer Sozialfonds. Der ESF stellt Finanzierungshilfen für Projekte in den Bereichen Beschäftigung (Schwerpunkt im Bereich der Gleichstellung und ältere Beschäftigte), Armutsbekämpfung (»working poor«) sowie Bildung und Lebenslanges Lernen zur Verfügung.
Die Website des ESF besuchen.

Klein- und Mittelunternehmen

10 bis 249 Mitarbeiter und bis 43 Mio. EUR Bilanzsumme oder bis 50 Mio. EUR Umsatz
weitere Informationen über KMU

Großunternehmen

Ist ein Unternehmen, das mehr als 249 Mitarbeiter beschäftigt und eine Bilanzsumme über 43 Mio. EUR oder einen Umsatz über 50 Mio. EUR aufweist.

aws Austria Wirtschaftsservice GmbH
Weitere Informationen:

aws- Internetauftritt

KPC Kommunalcredit Public Consulting GmbH
Weitere Informationen:

KPC-Internetauftritt

ÖHT Österreichische Hotel- und Tourismusbank GmbH
Weitere Informationen:

ÖHT- Internetauftritt

FFG Österreichische Forschungs-
förderungsgesellschaft m.b.H.
Weitere Informationen:

FFG- Internetauftritt

Barwert | Subventionsäquivalent

Das EU-Wettbewerbsrecht verlangt die Umrechnung jeder Förderung in ihren Wert bezogen auf den Zeitpunkt des Beginns des geförderten Projekts. Dieser rechnerische Wert heißt Förderbarwert oder (Brutto) Subventionsäquivalent. Ein Zuschuss hat einen Förderbarwert von 100%. Bei geförderten Krediten und|oder Haftungen wird der Zinsvorteil gegenüber den marktüblichen Konditionen in einen Barwert umgerechnet (im Wege der Abzinsung ermittelter Gegenwartswert der Förderung).

Förderbarwert

Das EU-Wettbewerbsrecht verlangt die Umrechnung jeder Förderung in ihren Wert bezogen auf den Zeitpunkt des Beginns des geförderten Projekts. Dieser rechnerische Wert heißt Förderbarwert oder (Brutto) Subventionsäquivalent. Ein Zuschuss hat einen Förderbarwert von 100%. Bei geförderten Krediten und|oder Haftungen wird der Zinsvorteil gegenüber den marktüblichen Konditionen in einen Barwert umgerechnet (im Wege der Abzinsung ermittelter Gegenwartswert der Förderung).

Zusammenarbeit mit einem Unternehmen, einer Forschungseinrichtung oder einer anderen Struktur.

TD|IKT:
Technologische Dienstleistungen (TD) und Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT)

EFRE

Europäischer Fonds für Regionale Entwicklung. Der EFRE zielt darauf ab, den wirtschaftlichen, sozialen und territorialen Zusammenhalt in Europa zu fördern und die Unterschiede im Entwicklungsstand der Regionen zu verringern. Die Ziele des EFRE 2014-2020 sind »Investitionen in Wachstum und Beschäftigung« und »Europäische Territoriale Zusammenarbeit«. Die EU-Förderungen in diesen beiden Zielen werden in Operationellen Programmen festgelegt.

EFRE


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