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WKK: Eine Gießkanne, die nur tröpfelt

Die KWF-Reaktion an Hrn. DI Gerhard Genser, Abteilung Wirtschaftspolitik in der Wirtschaftskammer Kärnten und Verfasser der Kolumne »Kammerflimmern«, vom 20. April 2010:

Sehr geehrter Herr Diplomingenieur Genser,

vielen Dank für Ihre Ausführungen unter der Rubrik »Kammerflimmern« in Ihrer letzten Online-Ausgabe (09 | April 2010) der »Kärntner Wirtschaft«.

Eingangs sind wir doch etwas erschrocken, weil ja bekanntlich nach dem »Kammerflimmern« der »Tod« folgt.

Es freut uns, dass Sie sich eingehend mit unserem Jahresbericht, in dem viel Arbeit steckt, befasst haben.

Ihre Ausführungen und Details zeigen, wie detailliert unser Geschäftsbericht erstellt wurde und widerlegt zudem den viel strapazierten Begriff der Intransparenz, der auch gerne von Ihrer Institution verwendet wird.

Es freut uns auch, dass Sie die Förderung von Universitäten, Forschungszentren, Technologieparks, Entwicklungszentren sowie Schulen bzw. die Förderung von Infrastruktur- und Regionalprojekten gut heißen - sind es doch Aktivitäten, die von allen namhaften Experten begrüßt werden und zu unseren ureigensten strukturpolitischen Aufgaben zählen und die zukünftig noch forciert werden sollen.

Als Leiter der Stabstelle Wirtschaftpolitik in der Wirtschaftskammer wissen Sie sicher, dass die Erstellung des KWF-Jahresberichts auf rechtlichen Grundlagen (KWF-G, KWF-Satzungen, etc.) in Abstimmung mit den zuständigen Stellen im Land (Landesregierung) und der EU basiert.

So sind die »Geschäftsfelder«, die »Sektoren« und auch die »Unternehmensgrößen« genau definiert, nach denen die Zuordnung der Förderfälle erfolgt.

Die Lakeside-Labs und die Entwicklungsagentur Kärnten als GmbH sowie die CTR als AG sind nun einmal Unternehmen und bei der Darstellung »Förderungen 2009 nach Unternehmensgrößen« entsprechend in den jeweiligen Kategorien zugeordnet:

EAK und CTR unter Kleinunternehmen und nur die Lakeside-Labs mit einem Betrag (Förderzusage) von € 262.729,- unter Kleinstunternehmen.

Es ist Fakt, dass 15,3 Mio. EUR an Förderbarwert* bzw. knapp 31 % aller Förderungen 2009 an Kleinstunternehmen gingen (= Förderzusagen) und dass nicht 522, sondern 881 Kleinstunternehmen* (inkl. Neugründungen | siehe Fußnote 36 auf Seite 59) gefördert wurden (= Zusagen erhielten).

Bei Ihren Ausführungen zum »Technologiefonds« ist Ihnen der Fehler unterlaufen, dass Sie die Förderzusagen über 9,8 Mio. EUR den Auszahlungen lt. Anhang gegenüberstellen.

Zwischen Förderzusage und -auszahlung kann aber ein ganzes Geschäftsjahr liegen: Förderzusage im z. B. Oktober 2009 (= Erfassung im KWF-Geschäftsbericht 2009), Projektabschluss und Auszahlung im z. B. April 2010 (= Erfassung im Anhang »Auszahlungen« im KWF-Geschäftsbericht 2010).

Da Sie in Ihrem Bericht die ehrliche Darstellung ansprechen, bedanken wir uns schon jetzt für Ihre ehrliche Richtigstellung in der nächsten Online- und Print-Ausgabe der »Kärntner Wirtschaft«.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Erhard Juritsch* & Mag. Hans Schönegger
Vorstände

KWF Kärntner Wirtschaftsförderungs Fonds
Völkermarkter Ring 21-23 | 9020 Klagenfurt am Wörthersee
T: (0463) 55 800-18

P.S.: Email per Cc: Franz Pacher (»Auf ein Wort« | Kärntner Wirtschaft | Print-Ausgabe vom 16. April 2010)

Weitere Informationen:
ETZ

Das Ziel »Europäische Territoriale Zusammenarbeit« sieht Kooperationen zwischen Projektträgerinnen und Projektträgern einzelner Regionen zweier EU-Mitgliedsstaaten als Mittel für den Zusammenhalt innerhalb der EU vor. INTERREG V ist ein Teil dieser EU-Initiative.

Barwert | Subventionsäquivalent

Das EU-Wettbewerbsrecht verlangt die Umrechnung jeder Förderung in ihren Wert bezogen auf den Zeitpunkt des Beginns des geförderten Projekts. Dieser rechnerische Wert heißt Förderbarwert oder (Brutto) Subventionsäquivalent. Ein Zuschuss hat einen Förderbarwert von 100%. Bei geförderten Krediten und|oder Haftungen wird der Zinsvorteil gegenüber den marktüblichen Konditionen in einen Barwert umgerechnet (im Wege der Abzinsung ermittelter Gegenwartswert der Förderung).

Förderbarwert

Das EU-Wettbewerbsrecht verlangt die Umrechnung jeder Förderung in ihren Wert bezogen auf den Zeitpunkt des Beginns des geförderten Projekts. Dieser rechnerische Wert heißt Förderbarwert oder (Brutto) Subventionsäquivalent. Ein Zuschuss hat einen Förderbarwert von 100%. Bei geförderten Krediten und|oder Haftungen wird der Zinsvorteil gegenüber den marktüblichen Konditionen in einen Barwert umgerechnet (im Wege der Abzinsung ermittelter Gegenwartswert der Förderung).

Kleinstunternehmen

bis 9 Mitarbeiter und bis 2 Mio. EUR Bilanzsumme oder Umsatz
weitere Informationen über KMU

Dr. Erhard Juritsch

juritsch@kwf.at

(0463) 55 800-0

EFRE


ok