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Venture Fonds: Beteiligungskapital als Motor der Kärntner Wirtschaft

Jungen technologieorientierten Kärntner KMU* soll mit Beteiligungskapital die Umsetzung erfolgsversprechender Projekte ermöglicht werden. Der Fonds ist mit 18,5 Mio. EUR dotiert.

Venture Fonds stellen wachstumsfähigen und wachstumskräftigen Unternehmen Beteiligungen in Form von (hauptsächlich) Eigenkapital zur Verfügung. Vorwiegend junge, technologieorientierte Unternehmen mit erfolgsversprechenden – jedoch risikoreichen – Projekten sind eigenkapitalmäßig zumeist unzureichend ausgestattet, wodurch der Zugang zu anderen Finanzierungsformen (Fremdfinanzierung durch z. B. Banken) verwehrt bleibt. Diese Finanzierungslücke soll durch den neuen Venture Fonds des Landes Kärnten geschlossen werden.

Der Eigenkapitalmarkt in Österreich ist im Vergleich zum anglo-amerikanischen Raum noch unterentwickelt. Unter diesem Hintergrund wurde bereits 2002 über die BABEG | Kärntner Betriebsansiedlungs- und Beteiligungsgesellschaft m. b. H. – Gesellschafter sind der Bund (50 %), das Land Kärnten (47,5 %) und der KWF | Kärntner Wirtschaftsförderungs Fonds (2,5 %) – der mit knapp 11 Mio. EUR dotierte »BABEG Zukunftsfonds« eingerichtet. Seit Bestehen wurden 14 Beteiligungen strukturiert und umgesetzt. Es gab vier erfolgreiche »Exits«, bei welchen eine Wertsteigerung der Beteiligungsunternehmen erzielt wurde. Zwei Beteiligungen sind aktuell noch aufrecht. Durch den Fonds konnten rund 700 Arbeitsplätze geschaffen und erhalten werden.

Beim nunmehr geplanten Nachfolgemodell, dem Venture Fonds des Landes Kärnten, handelt es ich um einen öffentlichen Fonds, der sich von privaten dadurch unterscheidet, dass die Gewinnerzielung bei der Anteilsveräußerung nicht oberste Priorität hat. Natürlich ist es auch für einen öffentlichen Venture Fonds attraktiv, wenn sich das finanzierte Unternehmen gut entwickelt und Renditen im bis zu zweistelligen Prozentbereich erwirtschaftet werden, vordergründig ist jedoch der strukturpolitische Effekt, der durch eine Beteiligung am – zum Beispiel – Gründungsunternehmen erreicht wird. Der Venture Fonds trägt zur Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen wesentlich bei.

Zielgruppen des Fonds sind insbesondere junge, technologieorientierte Unternehmen in der Start- und Aufschwung-Phase mit hohem Potenzial, zugleich aber auch hohem Risiko in den Branchen Software, Elektronik und Maschinenbau. Der Fokus dieser Unternehmen liegt im Auf- und Ausbau ihrer Vertriebsmöglichkeiten sowie in der Entwicklung von neuen Produkten und Produktionsverfahren.

Der Fonds soll mit 18,5 Mio. EUR aus Mitteln des Landes und der EU dotiert werden, bezüglich einer Mittelbereitstellung durch den Bund ist man in Verhandlungen. Bei einem geschätzten durchschnittlichen Beteiligungsvolumen von 800.000,- EUR pro Investment können so gut 20 Projekte unterstützt und zudem die Rückflüsse aus den Veräußerungen der Anteile – es wird bei einer Laufzeit von 5 bis 10 Jahren mit einer Rendite zwischen 5 und 8 % gerechnet – wieder eingesetzt werden. Mit diesem Volumen können am Wirtschaftsstandort Kärnten strukturverändernde Impulse stattfinden und bei der richtigen Auswahl der Projekte eine zufriedenstellende Fondsentwicklung gewährleistet werden. Dabei stehen die Aspekte »Werterhaltung des eingesetzten Kapitals« und »die Erfüllung des volkswirtschaftlichen Auftrags« im Vordergrund.

Um die Erfolgschancen der Beteiligungsunternehmen zu erhöhen, sieht das Venture Fonds Konzept des Landes Kärnten ein umfangreiches Paket mit externen Coaching-Aktivitäten vor: Verpflichtende Quartalsgespräche, interne Unterstützung, externe Beratung und Coaching-Programme mit gemeinsamen Workshops sollen zur gedeihlichen Entwicklung der Unternehmen beitragen.

Ein im Beteiligungsgeschäft erfahrenes Management wird den Fonds führen und dabei von einem dreiköpfigen Investment Committee – als Aufsichtsgremium, dem die Beteiligungsvorschläge zur Beschlussfassung vorgelegt werden – unterstützt.

Weitere Informationen:
Ansprechpartner:

ETZ

Das Ziel »Europäische Territoriale Zusammenarbeit« sieht Kooperationen zwischen Projektträgerinnen und Projektträgern einzelner Regionen zweier EU-Mitgliedsstaaten als Mittel für den Zusammenhalt innerhalb der EU vor. INTERREG V ist ein Teil dieser EU-Initiative.

KMU:
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