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WIBIS-Zahl des Monats: 200.060
So viele Beschäftigungsverhältnisse wurden 2015 im Jahresschnitt in Kärnten gezählt.

Beschäftigung auf Bezirksebene 2015 – Kärnten: Wachstum in Kärnten und vor allem in der urbanen Agglomeration Klagenfurt-Villach

Im Jahr 2015 konnte in Kärnten nach zwei Jahren negativer Beschäftigungsentwicklung wieder eine positive Entwicklung beobachtet werden. Im Jahresschnitt 2015 wurden 200.060 Beschäftigungsverhältnisse* gezählt, dies ist ein Anstieg von 0,5 % bzw. +912 Beschäftigungsverhältnissen (Gesamtbeschäftigung**: 205.266). Österreichweit summierte sich das Beschäftigungswachstum auf +33.216 Beschäftigungsverhältnisse, dies ergab ein Plus von +0,9 %. Nach Geschlechtern betrachtet fiel der Anstieg bei den Frauen sowohl in Kärnten wie auch für Österreich gesamt geringfügig stärker aus als bei den Männern.

* ... Gezählt werden unselbstständig Beschäftigte bzw. Aktivbeschäftigte. Dies sind Arbeiter, Angestellte, Lehrlinge und Beamte über der Geringfügigkeitsgrenze sowie seit Jänner 2011 auch freie Dienstnehmer gemäß § 4 Abs. 4 ASVG. Grund dafür ist, dass die Personengruppe in den letzten Jahren sozialversicherungstechnisch immer mehr der Gruppe der unselbstständig Beschäftigten angeglichen wurde. Geringfügig Beschäftigte sowie Selbstständige und Landwirte werden nicht erfasst.
** ... Zuzüglich Karenzgeldbezieherinnen und -bezieher sowie Präsenzdiener

Die Betrachtung der monatlichen Entwicklung der Aktivbeschäftigten - jeweils bezogen auf den Vorjahresmonat - zeigt, dass die Wachstumsdynamik Kärntens besonders im November überdurchschnittlich positiv verlief (+1,1 %) und auch die Monate August sowie September und Dezember noch deutliche Zuwächse verzeichneten (+0,8 % bzw. 0,7 %). Zudem wies nur der Monat Juni faktisch kein Beschäftigungswachstum auf.

Beschäftigungsentwicklung nach Bezirken
Die im Rahmen von WIBIS Kärnten eigens für Kärnten generierten regionalisierten Beschäftigungsdaten für die Kärntner Bezirke zeigen, dass der Blick auf die Beschäftigungsdaten auf Bundeslandebene nicht ausreicht, um ein aussagekräftiges Bild, welches für die konjunkturelle Situation der einzelnen Bezirke spricht, ableiten zu können. So verdeutlicht der Blick in die Regionen eine weiterhin anhaltende „Verschiebung“ von Beschäftigung in Richtung des Zentralraums Klagenfurt-Villach (inklusive Klagenfurt Land und Villach Land), in dem bereits 58,5 % der Beschäftigten in Kärnten tätig sind. Der Zentralraum verzeichnete ein Beschäftigungsplus von +0,4 % bzw. +764 Stellen. Dabei sind aber deutliche Unterschiede zwischen den einzelnen Bezirken erkennbar: Während die Bezirke Klagenfurt Land (+1,9 % bzw. +165 Stellen) und Villach Stadt (+1,3 % bzw. +367 Stellen) stark überdurchschnittliche Zuwächse verzeichneten und Klagenfurt Stadt der durchschnittlichen Entwicklung entsprach (+0,5 % bzw. +310 Stellen) wurde für Villach Land ein Rückgang ausgewiesen (-0,7 % bzw. -77 Stellen).

Neben dem Zentralraum konnte der Bezirk Völkermarkt mit einem kräftigen Beschäftigungszuwachs besonders aufzeigen (+2,9 % bzw. +343 Stellen). Maßgeblich dafür war u.a. eine Produktionserweiterung der Fa. Mahle. Weiteres war auch in St. Veit an der Glan ein geringfügiger Zuwachs an Beschäftigungsverhältnissen zu beobachten (+0,3 % bzw. +51 Stellen). Alle anderen Bezirke wiesen mehr oder weniger leichte Rückgänge aus: Spittal an der Drau (-0,6 % bzw. -136 Stellen), Wolfsberg (-0,5 % bzw. -88 Stellen), Hermagor (-0,3 % bzw. -18 Stellen) und Feldkirchen (-0,2 % bzw. -15 Stellen).

TabellenBeschäftigungsentwicklung nach Wirtschaftsklassen
Die Beschäftigungsentwicklung der Kärntner Regionen (auf NUTS3-Ebene) nach Wirtschaftsklassen verdeutlicht in Oberkärnten einen stetigen strukturellen Wandel hin Richtung Dienstleistungssektor (ÖNACE G-U) bei einer insgesamt leicht rückläufigen Zahl an Beschäftigten. Insbesondere der Öffentliche Bereich (O-Q) sowie der Handel (G) entwickelten sich hier dynamisch. In den anderen beiden NUTS3-Regionen Klagenfurt-Villach und Unterkärnten erhöhte sich der Anteil der Beschäftigten im Produktionssektor (ÖNACE B-F) geringfügig, wobei es in beiden Fällen zu einer deutlichen Verschiebungen hin zum Technologiebereich (NACE 20, 21, 26-30) kam. Kurzum, der strukturelle Wandel setzt sich fort. Dienstleistungen, aber auch die technologieintensiven Bereiche der Sachgütererzeugung gewinnen an Bedeutung. Zudem kann Kärnten auf eine insgesamt positive Beschäftigungsentwicklung im Jahr 2015 zurückblicken, wobei die regionalen Unterschiede doch recht erheblich sind. Letztlich kann davon ausgegangen werden, dass sich der hier skizzierte strukturelle Wandel, aber auch die durchwegs positive Beschäftigungsdynamik fortsetzen werden.

Tabelle

Weiterführende Informationen können unter www.kwf.at/wibis abgerufen werden.

Rückfragen:

Mag. Michael Kernitzkyi
JOANNEUM RESEARCH Forschungsgesellschaft mbH
POLICIES – Institut für Wirtschafts- und Innovationsforschung
Leonhardstraße 59, 8010 Graz
T: (0316) 876-1444 | michael.kernitzkyi@joanneum.at | www.joanneum.at/policies

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