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WIBIS-Zahl des Monats: 494.000
So viele Einwohner wird Kärnten voraussichtlich im Jahr 2075 haben, um rund 65.000 weniger als aktuell!

Aktuelle Zahlen zur regionalen Bevölkerungsprognose bis 2075:

Kärnten wird bis 2075 rund 11,4 % seiner Bevölkerung verlieren – so die aktuelle regionale Bevölkerungsprognose, die im Auftrag der Österreichischen Raumordnungskonferenz ÖROK von der STATISTIK AUSTRIA erstellt und unlängst veröffentlicht wurde.

Die Einwohnerzahl Kärntens sinkt demnach von 557.641 am 1.1.2015 auf rund 494.000 im Jahr 2075. Dies entspricht einem Minus von rund 65.000 Einwohnern. Soweit wenig Neues. Diese Zahlen lassen sich auch aus den übrigen Prognosen, die laufend von der STATISTIK AUSTRIA erstellt werden, ablesen. Im Unterschied zu den »üblichen« Prognosen auf Ebene der Bundesländer erlaubt diese Prognose jedoch einen differenzierten regionalen Blick auf die Entwicklung der einzelnen Bezirke.

Hier zeigt sich, dass sich der Bevölkerungsrückgang in Kärnten klar ungleich verteilen wird. Während Klagenfurt Stadt und Villach Stadt wachsen werden, werden die übrigen Bezirke deutlich stärker verlieren, als die durchschnittliche Betrachtung suggeriert. Vor allem Hermagor, Spittal an der Drau, Wolfsberg und Sankt Veit an der Glan haben bis 2075 ein Minus von rund 25 % zu erwarten. Parallel kommt es zu einer Verschiebung der Alterskohorten. Vor allem Junge werden in Zukunft fehlen, während die Gruppe der über 65-Jährigen stark im Wachsen begriffen ist.

Diese Betrachtung umfasst mit einer Zeitspanne von 60 Jahren einen langen Zeitraum, in dem sich noch viel ändern kann. Doch zeigen sich in dieser Prognose klare Trends, die bereits heute wirksam sind und eine Kernherausforderung für den Wirtschaftsstandort Kärnten darstellen. Einerseits erfordern die demographischen Veränderungen zahlreiche Anpassungen der Infrastruktur. Die Regionen müssen in ihrer Entwicklung unterstützt werden. Die Begleitung von schrumpfenden Regionen wird immer notwendiger. Andererseits besteht die Herausforderung, der Wirtschaft genügend qualifizierte Arbeitskräfte bereitstellen zu können. In diesem Sinne müssen Qualifizierung und Ausbildung, das Halten und die Anwerbung von Arbeitskräften ein umso zentraleres Thema für die aktuelle wie zukünftige Wirtschaftspolitik Kärntens sein.

Weiterführende Informationen können unter www.kwf.at/wibis abgerufen werden.

Rückfragen:

Mag. Michael Kernitzkyi
JOANNEUM RESEARCH Forschungsgesellschaft mbH
POLICIES – Institut für Wirtschafts- und Innovationsforschung
Leonhardstraße 59, 8010 Graz
T: (0316) 876-1444 | michael.kernitzkyi@joanneum.at | www.joanneum.at/policies

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