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Wirtschaftsmonitor Kärnten
Hohe Zufriedenheit und realistische Sorgen

Rund 70 Prozent der erwerbstätigen Bevölkerung in Kärnten sind mit ihrer wirtschaftlichen Situation sehr oder zumindest eher zufrieden, gleiches gilt für die Unternehmen, die sich in ähnlichem Ausmaß positiv äußern. Zu diesen Ergebnissen kommt die zweite Welle des Wirtschaftsmonitors Kärnten, durchgeführt vom Institut für Strategieanalysen (ISA) mit Unterstützung des KWF. 300 Unternehmen und rund 900 Erwerbstätige in Kärnten wurden im September 2010 befragt.

Zufriedenheit mit der wirtschaftlichen Situation des Unternehmens

Zufriedenheit mit der wirtschaftlichen Situation des Unternehmens

Zufriedenheit mit der persönlichen wirtschaftlichen Situation

Zufriedenheit mit der persönlichen wirtschaftlichen Situation

Die hohe Zufriedenheit wird von der Wirtschaftskrise nicht getrübt. Hier sind Unternehmerinnen und Unternehmer in steigendem Ausmaß der Ansicht, dass sie von deren Auswirkungen nicht betroffen sind. Allerdings fühlen immer mehr Erwerbstätige zumindest teilweise negative Folgen der Entwicklungen. Insgesamt schätzt jedoch jeweils eine Mehrheit die eigene wirtschaftliche Situation 2010 in etwa gleich gut oder besser ein wie 2009. Auffällig ist, dass Unternehmer die Gewinnentwicklung nun deutlich positiver sehen als noch vor dem Sommer, auch die erwerbstätige Bevölkerung sieht die Lage optimistischer. Ein Aufschwung wird offenbar auch subjektiv wahrgenommen.

Erwartete Gewinnentwicklung in Unternehmen 2010

Erwartete Gewinnentwicklung in Unternehmen 2010

Persönliche wirtschaftliche Situation Erwerbstätiger 2010

Persönliche wirtschaftliche Situation Erwerbstätiger 2010

Nichtsdestoweniger haben sowohl Wirtschaftstreibende in ihren Unternehmen als auch die Bevölkerung an sich mehrheitlich in den vergangenen zwölf Monaten bei den Ausgaben gespart. War es bei den Kärntnerinnen und Kärntnern vor allem das Geld für Reisen und Urlaube, das gekürzt wurde, so haben Unternehmen beim Personal Ausgaben reduziert. Ursachen dafür waren die Wirtschaftskrise und zu hohe Lohnnebenkosten.

In der nächsten Zeit planen rund 50 Prozent der Unternehmen jedoch keine weiteren Einsparungen, ein Drittel verfolgt nach wie vor eine weiterhin eher auf Sparsamkeit bedachte Strategie und nennt als Gründe dafür die Krise, Lohnnebenkosten und generell eine zu große Steuerlast. Ein Fünftel plant hingegen Expansionen und Investitionen.

Positive Sicht auf den Arbeitsmarkt
Die Situation am Arbeitsmarkt sehen die Kärntner Erwerbstätigen positiv: Rund 80 Prozent machen sich kaum oder gar keine Sorgen um ihren Job, eine Einschätzung, die sich mit den Plänen der Betriebe deckt. Diese wollen zu über 80 Prozent den Personalstand halten oder sogar ausbauen. Den Vergleich mit anderen Bundesländern sehen allerdings beide Gruppen kritisch, sie sind mehrheitlich der Meinung, dass es um den Kärntner Arbeitsmarkt schlechter bestellt sei als im Rest von Österreich

Ebenfalls negativ gesehen wird die Budgetlage im Bundesland. Sowohl Arbeitnehmerinnen und -nehmer als auch Unternehmen sind der Meinung, dass eine Sanierung notwendig ist und dass diese mitunter harte Einschnitte erfordert. Fast 80 Prozent der Befragten glauben zudem, Kärnten steht schlechter da als der Rest von Österreich. Negative Auswirkungen aus der medialen Berichterstattung über die Finanzlage des Landes erkennen ebenfalls vier von fünf Befragten, eine tatsächliche Beeinträchtigung auf Unternehmensebene nehmen allerdings nur rund 15 Prozent wahr.

Der Wirtschaftsmonitor Kärnten ist ein Projekt des Instituts für Strategieanalysen (ISA) und wird mit der Unterstützung des Kärntner Wirtschaftsförderungs Fonds | KWF durchgeführt. Insgesamt werden in vier Erhebungswellen 2010 und 2011 jeweils rund 300 Unternehmen und 900 Erwerbstätige in Kärnten telefonisch und online befragt. Die maximale Schwankungsbreite beträgt +|-5,8 bzw. +|-3,2 Prozent, die hier vorgestellten Ergebnisse wurden zwischen Ende August und Ende September 2010 erfasst.

Ansprechpartner und weitere Informationen:
EFRE


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