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Wissenswertes

EU-Legenden?
Was bedeutet »Ziel 2« und wofür steht es?

Die Europäische Union hat drei wesentliche Ziele für ihre Struktur- und Regionalpolitik festgelegt, die durch speziell darauf ausgerichtete Förderprogramme und mit finanzieller Unterstützung der EU-Strukturfonds erreicht werden sollen:

Ziel 1

Das Ziel »Konvergenz« soll Wirtschaftsimpulse durch die Verbesserung der Infrastruktur und der Verwaltung stimulieren.

Ziel 2

Das Ziel »Regionale Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung« soll den Investitionsbedarf in städtischen und ländlichen Gebieten und damit eine ausgewogene, wirtschaftliche und soziale Entwicklung unterstützen.

Ziel 3

Das Ziel »Territoriale Kooperation« sieht Kooperationen im Grenzbereich, zwischen einzelnen Regionen verschiedener Länder aber auch innerhalb ganzer Staaten als Mittel für den Zusammenhalt der Regionen in der EU vor.

Ziel 1, Ziel 2, Ziel 3 - welche dieser Programme kommen für Kärnten in Frage?

Lediglich das Ziel 1-Programm kommt für Kärnten nicht in Frage. Dieses ist auf den Abbau besonders hoher Wettbewerbsnachteile ausgerichtet. In Österreich ist nur das Burgenland Ziel 1-Fördergebiet.

Was sind die Zielsetzungen des Ziel 2-Programms in Kärnten?

Vorrangig sollen KMU* in den Stärke- beziehungsweise Kompetenzfeldern der Kärntner Wirtschaft gefördert werden.

Ist die Ziel 2-Förderung auf gewisse Kärntner Gebiete beschränkt?

Nein, Projekte in ganz Kärnten können mit Ziel 2-Mitteln gefördert werden.

Gibt es regionale Unterschiede in der Höhe der Ziel 2-Förderung?

Nein, die Ziel 2-Förderung selbst ist eine Kofinanzierung, also ein Zuschuss zu den sonstigen regionalen und nationalen Fördermitteln. Die anteilige Höhe dieses Zuschusses ist für alle Gebiete gleich. Nicht verwechseln darf man dies mit den von der EU-Kommission genehmigten Regionalfördergebiet*e*n in den einzelnen Bundesländern, in denen prinzipiell vor allem für betriebliche Investitionen höhere Fördersätze erlaubt sind. Dadurch soll insbesondere der ländliche Raum gestärkt werden.

Wieviel Budget steht für Projekte von Kärntner Unternehmen im Ziel 2-Programm bis 2013 zur Verfügung?

Ca. 67 Mio. EUR an EFRE*-Mitteln und noch einmal soviel an Landes- und Bundesmitteln; insgesamt somit ca. 135 Mio. EUR an öffentlichen Fördermitteln.

...und für das Ziel 3-Programm für grenzüberschreitende Projekte?

Ca. 23 Mio. EUR an EU- und 7 Mio. EUR an Landesmitteln. Insgesamt somit 30 Mio. EUR.

Was bedeutet EFRE?

EFRE* ist die Abkürzung für »Europäischer Fonds für regionale Entwicklung« der EU. Dort werden die Finanzmittel für den Teil »Wettbewerbsfähigkeit« in den Ziel 2-Programmen und für die Programme »Territoriale Kooperation« bereitgestellt.

Wer ist für die Vergabe der EFRE-Mittel zuständig?

In Kärnten ist der KWF für die Vergabe dieser Mittel für die meisten Projekte im Ziel 2-Programm zuständig. Für Forschungs- und Entwicklungsprojekte in Unternehmen und einige Investitionsprojekte im Bereich Gewerbe | Industrie werden auch von Bundesstellen EFRE*-Mittel zugesagt. Die Vergabe der EFRE*-Mittel für die grenzüberschreitenden Programme (Ziel 3) erfolgt formal durch die Verwaltungsbehörden in Slowenien (Maribor) und Italien (Bozen), jedoch auf Basis der inhaltlichen Beurteilung des KWF und des Amtes der Kärntner Landesregierung.

Muss eine EU-Förderung innerhalb des Ziel 2-Programms direkt in Brüssel beantragt werden?

Nein, denn sie wird direkt vom KWF und von den beiden Bundesförderstellen FFG Forschungsförderungsgesellschaft und AWS* Austria Wirtschaftsservice GmbH | ERP-Fonds gemeinsam mit zusätzlichen nationalen Mitteln vergeben. Im Zuge der Projektprüfung entscheidet der KWF, ob eine EU-Kofinanzierung aus Ziel 2-Mitteln möglich ist, und informiert danach den Antragsteller. Unter dem Gesichtspunkt der »Subsidiarität« müssen neben den Landes- auch die Bundes- und EU-Mittel beansprucht werden.

Welche Projekte können gefördert werden?

Solche Projekte, die einerseits die Kriterien eines KWF-Förderprogramms oder die FFG*- beziehungsweise ERP-Fonds-Richtlinien erfüllen und anderseits auch den Zielsetzungen des Ziel 2-Programms Kärnten entsprechen.

Wie erfolgt die Förderung?

Durch Beratung, Darlehen und verlorene Zuschüsse entsprechend den KWF-Förderprogrammen.

Muss man für eine Förderung durch den KWF und durch das EU Ziel 2-Programm eigene Anträge ausfüllen?

Nein. Einer genügt, denn der KWF-Antrag (aber auch einer bei den Bundesförderstellen) inkludiert den Antrag auf EU-Förderung.

Wo kann man sich im Detail über die Auflagen für EU-Förderungen informieren und wie erfolgt die Auszahlung der Fördermittel?

Auflagen, Zahlungsmodalitäten etc. sind jenen KWF-Förderprogrammen beziehungsweise Bundesrichtlinien zu entnehmen, innerhalb derer die Ziel 2-Mittel vergeben werden. Die Auszahlung der EFRE*-Mittel erfolgt auf Anweisung des KWF beziehungsweise der Bundesstellen durch eine zentrale Zahlstelle in Wien, dem ERP-Fonds.

Ansprechpartner:

Mag. Dr. Eva-Maria Wutte-Kirchgatterer
wutte-kirchgatterer@kwf.at
(0463) 55 800-11

KMU:
Kleine und Mittlere Unternehmen
Genauere Beschreibung dazu lesen

Regionalfördergebiete RFG

Aus regionalpolitischen Überlegungen werden bestimmte Gebiete innerhalb der Europäischen Union mit überdurchschnittlichen Förderintensitäten gefördert.
Regionalfördergebiete (grün lt. Karte) in Kärnten:
Regional-Fördergebiete

Regionalfördergebiet

Aus regionalpolitischen Überlegungen werden bestimmte Gebiete innerhalb der Europäischen Union mit überdurchschnittlichen Förderintensitäten gefördert.
Regionalfördergebiete (grün lt. Karte) in Kärnten:
Regional-Fördergebiete

EFRE

Europäischer Fonds für Regionale Entwicklung. Der EFRE zielt darauf ab, den wirtschaftlichen, sozialen und territorialen Zusammenhalt in Europa zu fördern und die Unterschiede im Entwicklungsstand der Regionen zu verringern. Die Ziele des EFRE 2014-2020 sind »Investitionen in Wachstum und Beschäftigung« und »Europäische Territoriale Zusammenarbeit«. Die EU-Förderungen in diesen beiden Zielen werden in Operationellen Programmen festgelegt.

ESF

= Europäischer Sozialfonds. Der ESF stellt Finanzierungshilfen für Projekte in den Bereichen Beschäftigung (Schwerpunkt im Bereich der Gleichstellung und ältere Beschäftigte), Armutsbekämpfung (»working poor«) sowie Bildung und Lebenslanges Lernen zur Verfügung.
Die Website des ESF besuchen.

aws Austria Wirtschaftsservice GmbH
Weitere Informationen:

aws- Internetauftritt

ETZ

Das Ziel »Europäische Territoriale Zusammenarbeit« sieht Kooperationen zwischen Projektträgerinnen und Projektträgern einzelner Regionen zweier EU-Mitgliedsstaaten als Mittel für den Zusammenhalt innerhalb der EU vor. INTERREG V ist ein Teil dieser EU-Initiative.

FFG Österreichische Forschungs-
förderungsgesellschaft m.b.H.
Weitere Informationen:

FFG- Internetauftritt

EFRE


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