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APISLABOR: Durch die Krise zu neuer Kompetenz

Dr. Thomas Pfeifer, Geschäftsführer Apislabor

Das Apislabor  hat mit einem neuen Händedesinfektionsmittel auf die Ausnahmesituation reagiert. Damit nahmen sie direkt auf das Ausmaß der Krise Einfluss, da die Verbreitung des Virus dadurch reduziert wurde und indirekt, da zusätzlich auch dem eigenen Unternehmen mit seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein positiver Effekt erwuchs.

Klarer Anspruch
Die oberste Prämisse für die Geschäftsführer, Thomas Pfeifer und Herwig Tiefenbacher, war es, keine personellen Konsequenzen im Unternehmen setzen zu müssen. Ressourcen wurden nach Beginn der Einschränkungen rasch umverteilt und ein neues Produkt entstand – apiSEPT.

Was für das Unternehmen am Beginn der Krise problematisch war, war die ins Stocken geratene Lieferkette, mit direkten Auswirkungen auf die Analysedurchlaufzeit. Nur dem Verständnis und der Loyalität der Kunden war es zu verdanken, dass sich die negativen Folgen für das Apislabor in Grenzen hielten.

Organisatorische Herausforderung
Auch organisatorisch hat man rasch reagiert und einen »Zweischichtenbetrieb eingeführt, um im Falle einer Erkrankung, immer handlungsfähig zu sein und die Herausforderungen der Unternehmensabläufe bewältigen zu können,« so Dr. Thomas Pfeifer. Flexible Arbeitszeiten, ortsunabhängiges Arbeiten und ein hoher Grad an Digitalisierung waren teilweise schon zuvor im Unternehmen vorhanden, die Krise hat die Modelle nun auf die Probe gestellt. Alles hat laut Geschäftsführung fast reibungslos funktioniert. Fast? »Natürlich war die Vereinbarung von Beruf und Kinderbetreuung eine zusätzliche große Herausforderung und es bedurfte kreativer Lösungen, um beides sinnvoll zu vereinen,« meint Geschäftsführer Thomas Pfeifer. Davon können wohl alle berufstätigen Mütter und Väter nun ein Lied singen.

Chance für die Entwicklung des Unternehmens nutzen
Die Geschäftsfelder des Unternehmens waren bisher das beratende Chemieingenieurwesen und die chemische Analytik. Durch das neue Händedesinfektionsmittel haben sie nun auch erste Erfahrungen in der Produktentwicklung und Produktvermarktung, was ihre strategische Basis erweitert. Aus der Not entstanden also ein neues Produkt für den Markt und ein neues Geschäftsfeld für das Unternehmen.

Das neue Händedesinfektionsmittel apiSEPT wurde so rasch entwickelt, weil die dringende Nachfrage geortet wurde. Von der Herstellung, Vermarktung bis hin zum Verkauf von 1200 Flaschen sind keine vier Tage vergangen. Zuerst wurde das Produkt lokalen Unternehmen zum Zwecke des Mitarbeiterschutzes angeboten, mittlerweile werden auch Großunternehmen in ganz Österreich beliefert.

Die äußert rasche Reaktion auf auftauchende Bedürfnisse mit neuen Leistungen kann jetzt bei einigen Unternehmen beobachtet werden. Was die Frage aufwirft, ob es außergewöhnliche, vermeintliche Krisensituationen bedarf, um das Innovative und Kreative aus Unternehmen beziehungsweise aus deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern hervorzubringen?

Wir freuen uns über die positive Entwicklung von Apislabor und wünschen für die Zukunft weiterhin viel Erfolg!

 

Text: Marliese Fladnitzer-Ferlitsch

 

 

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