CISC Seminconductor GmbH – mit dem richtigen Geschäftsmodell nach Silicon Valley

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CISC Seminconductor GmbH – mit dem richtigen Geschäftsmodell nach Silicon Valley

CISC Seminconductor GmbH (c) Johannes Puch

Die CISC Semiconductor GmbH bietet professionelle Entwicklungsleistungen und Werkzeuge für die Produktentwicklung von eingebetteten heterogenen mikroelektronischen Systemen mit extrem kurzen »Time-To-Market« Zyklen an. Schwerpunkte bilden Systementwicklung und Systemintegration, Modellierung, die Simulation dieser Systeme selbst sowie die Entwicklung von Entwurfsverfahren und Werkzeugen zur Unterstützung der Entwicklungsarbeit.

Als Dr. Markus Pistauer vor bald 20 Jahren mit seiner unternehmerischen Idee – Simulations-Software – bei Bankinstituten vorstellig wurde, waren das Vertrauen in und das Wissen über diese Branche so gering, dass er keinen Kredit bekam. Auch dass er einen Business Plan-Wettbewerb gewonnen hatte, änderte nichts an der Situation. Für die Gründung der CISC Semiconductor GesmbH waren die Finanzmittel eines privaten Investors erforderlich gewesen. Heute ist die Situation Pistauers eine andere, denn sein Geschäftsmodell, Leistungen für die Entwicklung von mikroelektronischen Systemen, ging auf und das Unternehmen besteht seit nunmehr 20 Jahren.

Dr. Markus Pistauer, CISC Semiconductor GmbH, (c) Johannes Puch

Scheitern beziehungsweise mit einer Idee erfolglos sein, ist bei uns noch immer mit Schande behaftet. Das hält viele potentielle Jungunternehmerinnen und –unternehmer davon ab, sich in die Selbständigkeit zu begeben, wodurch der Wirtschaft viele neue Ideen verloren gehen, die für das Wirtschaftswachstum und unsere Zukunftsfähigkeit wichtig wären. Der US-amerikanische Markt – wo Pistauer im Silicon Valley einen weiteren Unternehmensstandort und eine von CISC unabhängige Firma gegründet hat – ist für ihn zwar nicht das Non-Plus Ultra, aber das Unternehmertum und die damit verbundenen Schwierigkeiten werden dort anders gesehen. Vor allem ist die Beteiligung durch Private viel selbstverständlicher als in unseren Breitengraden.

Markus Pistauer hat mit mehreren Forschungsprojekten Förderungen durch die FFG und den KWF in Anspruch nehmen können. In seiner Funktion als Begutachter von Forschungsprojekten für die Europäische Kommission kennt er auch die andere Seite. »Informationen über die Projekte sind für eine Entscheidung notwendig, aber in den meisten Fällen sind die Anforderungen, die ein Antragsteller erfüllen muss so umfassend, dass sie der normalen Geschäftsstätigkeit im Wege stehen.« Zudem hören Förderungen zu früh auf – soll heißen, dass es häufig einen guten Output an (Grundlagen-)Forschung gibt, aber für die Vermarktung stehen keine Mittel mehr zur Verfügung. Eine Förderung in dieser letzten Phase der Technology Readiness könnte vielen Forschungsprojekten zu einem Durchbruch verhelfen.

Neben Kalifornien und Graz befindet sich ein Standort der Firma CISC auch in Kärnten, genauer gesagt im Lakeside Science & Technology Park. Denn eines ist klar – auch hier gibt es Vorteile und Chancen. Abgesehen von der Lebensqualität, die Kärnten zu bieten hat, ist hier die Innovationsfähigkeit der Menschen sehr hoch.

 

 

Diesen Beitrag finden Sie auch in ähnlicher Form in unserem KWF Magazin 2.2016.

Ansprechperson im KWF:

Dr. Marliese Fladnitzer-Ferlitsch
fladnitzer-ferlitsch@kwf.at
0463 55 800-18

 

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