Sekundärrohstoff als Strategie – Kruschitz GmbH
25. Juni 2019
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8. Juli 2019
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Stärke aus der Region – Hasslacher Gruppe

Hasslacher Gruppe; (c) Johannes Puch

Die Hasslacher Holding GmbH hat sich in den vergangenen Jahren von einem mittelständischen Unternehmen zu einem Großunternehmen entwickelt. Groß nicht nur im wirtschaftlichen, sondern auch im physischen Sinn – was der Rohstoff Holz mit sich bringt. Was er noch mit sich bringt, ist dieser wunderbare Geruch, wenn man das Firmengelände in Sachsenburg betritt, das mit einer Länge von circa zwei Kilometern riesig ist.

Franz Meließnig ist der Geschäftsführer der Hasslacher Gruppe und erzählt über die Entwicklungen und Herausforderungen, mit denen die Holzindustrie konfrontiert ist. Das Wachstum der Gruppe ist im Wesentlichen der strategischen Entscheidung des innovativen Unternehmers geschuldet, den Betrieb industriell auszurichten. Das Setzen auf Biomasse war im Sinne der Nachhaltigkeit, aber auch im Sinne des Standortes eine gute Entscheidung. Weiters kamen die Möglichkeiten zur Akquise anderer Unternehmen dazu, die aktiv genutzt wurden. So konnten in Kärnten, neben dem Standort in Sachsenburg, auch Standorte in Stall im Mölltal und in Hermagor im Gailtal erfolgreich entwickelt werden. Insgesamt umfasst die Hasslacher Gruppe derzeit acht Standorte, vier davon außerhalb Österreichs, und beschäftigt rund 1.630 Menschen.

Franz Meließnig, Hasslacher Gruppe; (c) Johannes Puch

Für die Region ist die Hasslacher Gruppe ein Leuchtturm. Allein in Kärnten beschäftigt das Unternehmen knapp 600 Personen, und auch der Rohstoff Rundholz kommt vorwiegend von Lieferanten aus Kärnten. Die Produktpalette von Hasslacher ist sehr vielfältig. Von Schnittholz über Brettschichtholz, Brettsperrholz und Konstruktionsvollholz bis zu sehr innovatioven Bauwerken wie einem Tempel auf den fernen Philippinen, der in seiner Grundkonstruktion den »mathematischen Proportionen der heiligen Geometrie« folgt. Diese Produkte fordern natürlich auch personelle Kompetenzen. Deshalb schätzt Herr Meließnig den Standort: »Die netten und gut ausgebildeten Menschen der Standorte sind eine große Bereicherung der jeweiligen Umgebung.«

Heute ist in einem Säge- oder Holzverarbeitungsbetrieb viel von der ursprünglich schweren körperlichen Arbeit weggefallen. Dadurch gibt es auch viele Arbeitsplätze für Frauen – zum Beispiel in der Produktkosmetik, in der Verpackung oder bei der Maschinensteuerung. Die Zukunft sieht man bei Hasslacher optimistisch. Holz ist ein nachhaltiger, weil nachwachsender Rohstoff, zudem ist das Unternehmen eines der wenigen, die es in dieser Form in Österreich gibt. Weltweit betrachtet wird in der Bauwirtschaft Holz mehr denn je eingesetzt. Das ist vor allem dem Leimholz geschuldet, das sich innerhalb der letzten 20 Jahre entwickelt hat und nunmehr einen wichtigen Stellenwert, vor allem in der Baubranche, hat.

Franz Meließnig fühlt sich in seiner Funktion als Geschäftsführer für die eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und ein Stück weit auch für die Region verantwortlich. Nicht zuletzt deshalb ist es für das Unternehmen erstrebenswert, wirtschaftlich erfolgreich zu sein. Das lässt dann nämlich auch einen gewissen Spielraum für Maßnahmen zum Wohle der Region zu. Der dadurch entstehende positive Spirit tut allen gut.

 

Dieser Text stellt eine stark verkürzte Version des Beitrages »Mit  Verantwortung die Stärken einer Region nutzen – industrielle Ausrichtung und kluge Akquise« aus dem KWF-Magazin 1.2019 dar. Eine Download-Version des Magazins finden Sie auf unserer Website.

 

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