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Kick-Off für die KWF Innovationsassistentinnen und -assistenten 2021 | 22

Am 1. Juli starteten 60 junge Menschen mit dem KWF-Innovationsassistenten; Fotos by Johannes Puch

Mit jungen Menschen zu einem zukunftsfähigen Innovationsökosystem

Eine Live-Veranstaltung hat schon etwas. Wenn es sich bei den Teilnehmenden dann auch noch um ein repräsentatives Abbild der vielseitigen Kärntner Wirtschaft handelt, ist es sehr beeindruckend.

Am 1. Juli startete mit einem offiziellen Kick-Off das KWF-Programm »Innovationsassistent« im Klagenfurter Lakeside Science & Technology Park. Bei dem Programm handelt sich um ein in Österreich einzigartiges Coaching- und Ausbildungsprogramm, das bereits seit 20 Jahren erfolgreich vom KWF initiiert wird.  Dem Land Kärnten ist diese Intervention in das Innovationsökosystem 4,4 Mio. EUR wert.

Dr. Erhard Juritsch, KWF-Vorstand, erklärt: »Mit diesem Programm wollen wir erreichen, dass neue Impulse in Unternehmen kommen und diese ihre Innovationsstärke ausbauen. Wirtschaftliche Zukunft wird zu einem entscheidenden Teil vom Grad der Innovation und Digitalisierung abhängen.« Im Programm sollen Projekte verwirklicht werden, über die sich Unternehmen sonst vielleicht nicht gewagt hätten. Dabei sollen Unternehmen und Assistentinnen und Assistenten viele neue Erkenntnisse gewinnen und Methoden und Zugänge kennenlernen, was vor allem durch das Voneinander-Lernen gelingt. Denn die Teilnehmenden bringen einen immensen, individuellen Wissenschatz ein.

Heuer soll das noch besser gelingen, da neben Unternehmen auch Bildungs-, Forschungs- und Vernetzungseinrichtungen eingeladen waren, sich mit Assistentinnen und Assistenten zu bewerben. So sind die Tourismusregionen von Bad Kleinkirchheim über Wörthersee bis Klagenfurt vertreten, aber auch Bildung- und Forschungseinrichtungen wie unter anderem das Joanneum Research, das Kompetenzzentrum Holz gmbH, die Fachhochschule Kärnten und die Alpen-Adria Universität Klagenfurt. Sie sollen Projekte umsetzen, die sich unmittelbar mit dem Standort Kärnten befassen.

(v.l.n.r) Univ.-Prof. DDr. Philipp Hungerländer, Univ.-Prof. Dr. Rita Faullant, FH-Prof. Dr. Erich Hartlieb, LH-Stv. Dr. Gaby Schaunig, Trigon-Geschäftsführer Dr. Günther Karner, KWF-Vorstand Dr. Erhard Juritsch

LH Stellvertreterin Dr. Gaby Schaunig sieht in dieser Form der Förderung ein zukunftsfähiges Modell. »Die reine Investitionsförderung tritt in Zukunft eher in den Hintergrund. Viel wichtiger ist es, Netzwerke zu bilden und Kräfte zu bündeln, um zukunftsfähig zu sein. Deshalb war es uns auch wichtig, dass wir das Programm mehr Unternehmen mit ihren Assistentinnen und Assistenten zugänglich machen.«

Es wurde für heuer also zum einen die angesprochene Zielgruppe erweitert, aber auch inhaltlich gab es einige Verbesserungen. »Es liegt in der Natur der Sache, dass sich der Innovationsassistent weiterentwickeln muss,« so Dr. Günther Karner, der Sprecher des Ausbildungsteams. Dieses besteht seit heuer neben  Dr. Karner aus Univ.-Prof. Dr. Rita Faullant (AAU bzw. MOT), Univ.-Prof. Dr. Philipp Hungerländer (AAU) und FH-Prof. Dr. Erich Hartlieb. Sie selbst sind sehr motiviert und freuen sich sichtlich, dass das Programm endlich – pandemiebedingt hat es einige Aufschübe gegeben – starten konnte. Im Gegensatz zu anderen Ausbildungsprogrammen gibt es keine theoretischen Lehrveranstaltungen, es erfolgt Coaching und Weiterentwicklung direkt am Projekt und Unternehmen. Durch diese Methodik aber auch aufgrund des vielseitigen Ausbildungsteams ist dieses Programm in Österreich konkurrenzlos.

Aber was die Hauptsache dieser Ausbildungsreihe ist, ist der Teilnehmendenkreis. Sie allesamt sind engagiert, interessiert und der Hintergrund, den sie mitbringen ist mannigfaltig. Das Spektrum reicht von Absolventinnen und Absolventen von Studienrichtungen wie Meteorologie, Maschinenbau, Kunststofftechnik über Sprachwissenschaften, Agrar-Wirtschaft bis hin zu Betriebswirtschaft –  um nur einige zu nennen. Das Ziel »Talente nach Kärnten« zu holen, scheint damit schon ein Stück weit gelungen zu sein. Ob Rückkehrer vom Studium oder komplette Kärnten Neulinge – die jungen Personen bringen Wissen, Taten- und Gestaltungsdrang mit. Langfristig sind diese Talente die prägenden Personen unseres Wirtschaftsstandortes.

60 junge, motivierte Talente für die Kärntner Wirtschaft

Was man in der Speed-Vorstellungsrunde gehört hat, gibt es viele Unternehmen, die sich künftig »grünen« Projekten widmen werden und so für die strategische Positionierung zu einem klimaneutralen Kärnten einen wichtigen Beitrag leisten. Auch die vertretenen Branchen sind reichhaltig. Die gewachsene Sachgüterindustrie ist genauso vertreten wie internetbasierte Dienstleistungsunternehmen, die Gesundheitsbranche oder die Lebensmittelindustrie.

»Menschen über Systemgrenzen zusammenzubringen – dann entsteht Innovation«, so das Kredo von Günther Karner, der schon viele Jahre am Programm mitwirkt. Der »Innovationsassistent« hat sich nicht zuletzt durch sein Mitwirken sehr erfolgreich entwickelt. Aber auch das Engagement des KWF-Teams spielt dabei eine wichtige Rolle. Neben der Abwicklung der monetären Förderung in diesem Programm halten sich die Mitarbeiter auch über die entstehenden Projekte am Laufenden. Sie begleiten und beraten Unternehmen bei der Projektumsetzung, damit bei gutem Wind aus diesen »Leuchttürme« werden.

In den zwanzig Jahren haben mehr als 200 Personen das zweijährige Aus-und Coachingprogramm absolviert. Viele von ihnen starteten dadurch eine erfolgreiche Karriere, haben Verbindungen geknüpft, die zu Freundschaften geworden sind, aber auch zu vielversprechenden Projekten geführt haben.

Erhard Juritsch erklärt, dass es in einem funktionierenden Innovationsökosystem adäquater Programme bedarf.

Für Erhard Juritsch stellt dieses Programm ein Produkt dar, »das die wesentlichen strategischen Schwerpunkte des KWF vereint. Innovationsassistentinnen und –assistenten sind zumeist im  Forschung- und Entwicklungsteam von Unternehmen angesiedelt, sie tragen dazu bei, dass Unternehmen zukunftsfähig werden oder bleiben und durch das Programm entstehen Kooperationen. Grün, resilient und digital wird künftig bei allen KWF-Produkten im Fokus sein, besonders auch in diesem Programm.«

Nicht zuletzt hat uns die Pandemie gezeigt, dass einige Geschäftsmodelle ausgedient haben, die Pandemie hat den Umbruch extrem beschleunigt. Es müssen neue Geschäftsmodelle gefunden, konzipiert und umgesetzt werden. Deshalb wird es immer wichtiger, dass der Strukturwandel in Richtung Wissensintensität stärker unterstützt wird. Änderungen der Geschäftsmodelle in sämtlichen Branchen erfordern adäquate Bildungsangebote. Der KWF-Innovationsassistent ist einer davon.

 

 

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hainig@kwf.at
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