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KWF Bilanz 2018

KWF Jahresbilanz-Pressekonferenz | Das Jahr 2018 | Von links nach rechts: Sandra Venus (KWF Vorstand), KR Werner Kruschitz (KWF Kuratoriumsvorsitzender), Erhard Juritsch (KWF Vorstand) - ©fritzpress

Das Jahr 2018 stand im Fokus der Vergabe von EU-Mitteln beziehungsweise Akquise von entsprechenden Projekten, die den herausfordernden Kriterien der EU-Kofinanzierung entsprechen. Die gute Konjunktur hat den KWF dabei unterstützt, lag doch das Wachstum des Jahres 2018 nach den aktuellsten Prognosen über dem von 2017.

Die Gesamtaktivitäten des KWF im Jahr 2018 umfassten 602 Förderfälle (-24 % gegenüber 2017) mit einem Fördervolumen von 31,4 Mio. EUR (+31 %  zum Vorjahr). Das damit verbundene Investitionsvolumen (Projektkosten) belief sich auf 293,6 Mio. EUR
(+69 % zu 2017) mit dem Plan, 764 neue Arbeitsplätze zu schaffen und zudem 13.285 bestehende zu sichern. Bezeichnend für das Jahr 2018 im Vergleich zum Vorjahr war die hohe Anzahl an Projekten mit sehr hohem Investitionsvolumen. Der Rückgang der Förderfälle beruht auf einer Programmänderung beim »Kleinunternehmerzuschuss« und der damit zusammenhängenden Abwicklung im sogenannten »Vereinfachten Verfahren«. Dies bedingt die Verschiebung der Förderzusagen in die Jahre 2019 und 2020. Die Anzahl der beim KWF eingelangten Anträge war im Jahr 2018 annähernd gleich hoch wie in den Vorjahren.

Die Betrachtung nach Sektoren zeigt, dass auch 2018 das Gewerbe bezogen auf die Anzahl der Förderfälle (57 %) am stärksten vertreten war und erneut für die meisten neuen Arbeitsplätze (391) sorgte. Das höchste Investitionsvolumen löste 2018 die Industrie (115 Mio. EUR), gefolgt vom Tourismus (69 Mio. EUR) und den Bildungs- und außeruniversitären Forschungseinrichtungen (Sektor »Sonstige«: 52,9 Mio. EUR) aus. Als größtes Industrieprojekt ist jenes der KLH Massivholz Wiesenau GmbH – sie errichtet im Bezirk Wolfsberg ein hochmodernes Brettsperrholzwerk – mit einem Investitionsvolumen von 93,6 Mio. EUR und einem Fördervolumen von 6,9 Mio. EUR hervorzuheben. Dem Bereich »Sonstige« sind unter anderem die Förderungen für das build! Gründerzentrum-Projekt »Go2Market Coachingprogramm« in der Höhe von 1,7 Mio. EUR und das Kompetenzzentrum Holz-Projekt »Erweiterung F&E-Infrastruktur Reinraum« in der Höhe von 0,6 Mio. EUR zuzuzählen.

Unternehmensgrößen: Entsprechend der Kärntner Wirtschaftsstruktur richtet sich das Förderangebot des KWF primär an KMU.
90 % der Fälle betrafen diese und sie konnten 11,7 Mio. EUR an Fördermittel binden.

Im abgelaufenen Jahr sehr erfreulich sind die Zahlen des Technologiefonds Kärnten, der qualitativ hochwertige und anspruchsvolle Projekte fördert, um Kärnten als Hightech-Standort weiterzuentwickeln. Mit 16,9 Mio. EUR  konnte das Fördervolumen gegenüber dem Vorjahr nahezu verdoppelt und auch im Vergleich zum Durchschnitt der Vergleichsperiode 2014-2017 um 82 % gesteigert werden. Im Zuge des KWF Wettbewerbs »TD|IKT Technologische Dienstleistungen und Informations- und Kommunikationstechnologien« wurden 2018 die Unternehmen Alturos, Augmensys, Sepin, G&P Schadenlogistik und Symvaro ausgezeichnet und gefördert. Erfreulich auch die Verlängerung des COMET (Competence Centers for Excellent Technologies) K1 ASSIC (Austrian Smart Systems Integration Research Center) Zentrums der CTR Carinthian Tech Research AG aus Villach mit einem Investitionsvolumen von 20,4 Mio. EUR und einem KWF Förderzuschuss von 2,5 Mio. EUR.

Im Bundesländervergleich hervorzuheben sind die positiven Zahlen Kärntens im Bereich Gründungen und Insolvenzen.
Mit 2.560 Unternehmensgründungen (vorläufige Zahl) im Jahr 2018 konnte Kärnten um +2,8 % zulegen (nur Salzburg hatte eine größere Dynamik), wohingegen in Österreich die Gründerzahlen rückläufig waren (-4,5 %). Im Jahr 2018 wurden 317 Insolvenzen gemeldet, der niedrigste Stand seit 2002. Mit 109 Mio. EUR an Passiva wurde in Kärnten ein neuer Tiefststand erreicht, während diese österreichweit stiegen.

Über die Bundesförderstellen aws, FFG, KPC und ÖHT konnten bei  1.741 Projekten (+611 Projekte gegenüber dem Vorjahr) zusätzlich 86,7 Mio. EUR (+49,5 Mio. EUR gegenüber 2017) an Fördermittel für Projekte von Kärntner Unternehmen akquiriert werden.

An EU-Fördermittel aus dem IWB | EFRE-Fonds (Europäischer Fonds für regionale Entwicklung) gab es 2018 Förderzusagen für
13 Projekte in der Höhe von 12,5 Mio. EUR. Weitere 17 Projekte aus der erfolgten Ausschreibung »EFRE Offensive für Wachstum und Beschäftigung« befinden sich im Genehmigungsprozess. Die zusammen 30 Projekte lösen durch den Multiplikatoreffekt der EU Kofinanzierung ein Gesamtinvestitionsvolumen von 225,7 Mio. EUR aus.

Ausblick:
Die Digitalisierung hat auch vor dem KWF nicht halt gemacht. Mit dem im Jahr 2018 gestarteten Projekt »KWF.Digital« wird an einem Kundenportal sowie einer elektronischen Ver- und Bearbeitung der Förderabwicklung für Unternehmen gearbeitet, um die Vielfalt und zunehmende Menge an Informationen bestmöglich zu verarbeiten und vor allem die Abwicklung und Kommunikation mit den Unternehmen zu verbessern und bestmöglich zu unterstützen.

Die monetären Förderungen werden an Bedeutung verlieren, der wirkungsorientierte Steuerungsansatz wird die Bestimmung der Handlungsfelder wesentlich beeinflussen. Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit, F&E, neue Unternehmen sowie die Wirtschaftsentwicklung definieren als solche die Leitlinie und damit das zukünftige Tun.

2018 konnten im noch jungen Segment  der »Wirtschaftsentwicklung«  bereits 43 Förderfälle mit einem Fördervolumen von
4,9 Mio. EUR (+149 % zum Vorjahr) genehmigt werden. Die dominierenden Handlungsfelder waren »Lieferantenentwicklung«, »Arbeit der Zukunft« und »Umsetzung innovativer Gründungsvorhaben«. Diese und ähnlich gelagerte Zukunftsthemen werden weiter mit dem Ziel forciert, die Verbindung von Wissenschaft und Wirtschaft mit breiten interessierten Bevölkerungsschichten zu vertiefen.

»Die Südachse« – gemeint sind damit die Bundesländer Steiermark und Kärnten – überwindet nicht nur fiskalpolitische Grenzen, sondern ist neben der Alpen-Adria-Region zum Synonym für institutionelle und politische Zusammenarbeit geworden. Durch am Weltmarkt führende Leitbetriebe, die Forschungseinrichtung Silicon Austria Labs oder den Silicon Alps Cluster bestehen beste Voraussetzungen, den Standort Kärnten im Bereich der EBS Electronic Based Systems international als relevanten Spieler zu etablieren, für Unternehmen interessant zu machen und langfristig auszurichten. Für das Jahr 2019 zeichnen sich weiterhin sehr gute Voraussetzungen für anspruchsvolle Projekte im investiven Bereich quer durch alle Sektoren ab.

Download KWF Jahresbericht »Das Jahr 2018« …

Kostenfreier Fotobezug zur Pressekonferenz vom 27. März 2018: Fritz Press GmbH | T: +43.676.3434040 | office@fritzpress.net

Ansprechperson im KWF:

Fritz Lange
lange@kwf.at
0463 55 800-37

 

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