My Acker beim IFP2018
myAcker GmbH
29. November 2018
Sam Kuchler beim IFP2018
S.A.M. Kuchler Electronics GmbH
29. November 2018
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MAI International GmbH

MAI beim IFP2018

MAI beim IFP 2018

Nominierung Kategorie:

Klein- und Mittelunternehmen

Projekt nominiert für:

Projekt nominiert für den Sonderpreis »ECONOVIUS«
Anlage für Schaumbeton

MAI International GmbH

Werkstraße 17
9710 Feistritz an der Drau | Paternion

Hannes Papousek
Telefon +43 4245 6233 26
hpp@mai.at
www.mai.at

Der Schwerpunkt der MAI International GmbH liegt auf der Entwicklung und dem Vertrieb von Ausrüstung für Verputz- und Injektionsanwendungen im Hoch- und Tiefbau. Seit mehr als 50 Jahren beschäftigt sich das Unternehmen bereits mit der Entwicklung von innovativen Lösungen für die Baubranche.

Neben der Herstellung von Maschinen für den 3D-Betondruck ist die Fertigung von Anlagen und Generatoren zur Erzeugung von Schaum- bzw. Porenleichtbeton (kurz »PLB«) ein neuer Geschäftsbereich der MAI International GmbH. PLB als wärmedämmender Leichtbeton wird unter Verwendung von Schaum oder Luftporenbildnern aus Feinmörtel hergestellt, ist pumpbar, hat eine cremige, je nach Anforderung fließfähige oder steife Konsistenz und bedarf nach dem Einbau keiner weiteren Verdichtungsmaßnahmen.

Das gegenständlich nominierte Projektvorhaben basiert auf dem aktuellen Trend im Hochbau zum vermehrten Einsatz ökologischer Baustoffe. PLB erfüllt durch seine rein mineralische Zusammensetzung diese Anforderungen optimal. Auf der ökologischen Basis von Kalk, Sand und Luft hergestellter PLB ist ein Baustoff, der ohne gesundheitsbedenkliche Inhaltsstoffe wie Fasern oder Kunststoffe auskommt und sich durch bauphysikalische Eigenschaften wie Atmungsaktivität, Diffusionsoffenheit und sehr gute Brandschutzeigenschaften auszeichnet. PLB-Anlagen der MAI International GmbH sind im Gegensatz zu Anlagen des Mitbewerbs einfach zu bedienen und bieten eine integrierte Qualitätsüberwachung während der Verarbeitung. Die Erzeugung von PLB mit niedrigen Dichten unter 400 kg/m3 erfordert viel Know-how. Die Anlagen müssen den Zement sehr gut aufmischen, einen Schaum mit gleichbleibend hoher Qualität erzeugen und eine Mischtechnik bieten, die alle Komponenten so vermischt, dass sich möglichst kleine, geschlossene Poren bilden, die so lange stabil bleiben, bis der Zement aushärtet. Um dies zu gewährleisten, wurde ein modulares, kontinuierlich arbeitendes System entwickelt, bei dem die entscheidenden Maschinenparameter permanent überwacht werden. Um komplizierte Eingaben von Daten auf der Baustelle zu vermeiden, können bis zu acht PLB-Dichten und vier Schaumrezepte abgespeichert werden. Der Anwender muss nur die richtige Dichte auswählen und die Anlage erzeugt das gewünschte Material.

Zentraler Punkt der Entwicklung war der neue Schaumgenerator, bei dem innerhalb weniger Sekunden die Konsistenz des Schaums durch Ändern der Schaumdichte und des Schaummittelanteiles an die Erfordernisse angepasst werden kann. Eine besondere Herausforderung war es, den Schaumgenerator so auszulegen, dass der Schaum direkt in den Förderschlauch eingebracht werden kann und die Schaummenge und Qualität auch bei wechselnden Drücken im Förderschlauch konstant bleibt. Dadurch ist es möglich, mit einer sehr kompakten Anlage Schaummittelmengen von bis zu 26 m3/h zu erzeugen und Pumpreichweiten von mehr als 100 Metern zu erreichen. Im Entwicklungsprozess bereitete die Prozessbeherrschung besondere Schwierigkeiten, weil Maschinentechnik, Trockenmörtel und Schaummittel die Porenbildung beeinflussen.

In Kooperation mit einem auf PLB spezialisierten Labor und unzähligen Maschinenversuchen konnte die Anlage bis zur Serienreife entwickelt werden. Zur Dokumentation des Verarbeitungsprozesses werden die wichtigsten Prozessdaten von Mörtelmischpumpe und Schaumgenerator permanent aufgezeichnet und können bei Bedarf mittels eines USB-Sticks ausgelesen werden. Eine Netzanbindung für WLAN und GSM wurde ebenfalls vorgesehen.

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