IFP2020 S.A.M. Innovations GmbH & Co KG
S.A.M. Innovations GmbH & Co KG
20. November 2020
IFP2020 Glaunach GmbH
Glaunach GmbH
20. November 2020
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Stadt Villach Wasserwerk

IFP2020 Stadt Villach Wasserwerk

Reinold Tosin | Herwig Töscher | Harald Zupancic | Florian Bliem | Christian Friesenbichler | Markus Zojer | Peter Weiß

IFP2020 Stadt Villach Wasserwerk
Reinold Tosin | Herwig Töscher | Harald Zupancic | Florian Bliem | Christian Friesenbichler | Markus Zojer | Peter Weiß

Nominierung Kategorie:

Großunternehmen

Innovation:

WASSERmobil Villach

Stadt Villach Wasserwerk

Klagenfurter Straße 66
9500 Villach
www.villach.at

DI Herwig Töscher
Telefon +43.664.602 05 6011
herwig.toescher@villach.at

Das Wasserwerk ist ein städtisches Unternehmen im Eigentum der Stadt Villach. Aufgabe des Unternehmens ist die Versorgung von rund 60.000 Villacherinnen und Villachern mit Trinkwasser. Diese erfolgt über 10.000 Hausanschlüsse und ein Rohrleitungsnetz mit einer Gesamtlänge von 500 Kilometern. Im umfangreichen Aufgabengebiet zur Verteilung von jährlich über 5.000.000.000 Litern des »Lebensmittels Nummer eins«, des Trinkwassers, sind derzeit 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Wasserwerk beschäftigt.

Das »WASSERmobil« ist eine Anlage zur Not- und Ersatzwasserversorgung mit Trinkwasser. Es ist nicht nur bei einem Ausfall der zentralen Trinkwasserversorgung im Krisen- und Katastrophenfall, sondern auch bei Reparatur- und Instandhaltungsarbeiten schnell und flexibel in verschiedenen Situationen einsetzbar. So ist es möglich, die Trinkwasserversorgung für einzelne Netzbereiche, Objekte, Gewerbebetriebe oder Krankenhäuser auch bei Störungen der zentralen Versorgung eingeschränkt aufrechtzuerhalten.

Die Entwicklung und Umsetzung des Projekts aufgrund von real eingetretenen Krisensituationen erfolgte durch hochqualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Wasserwerks Villach. Ihre Ideen und Erfahrungen wurden im Zuge eines unternehmensinternen Innovationsprozesses eingearbeitet und weiterentwickelt. Zwischenresultate wurden kritisch auf Praxistauglichkeit und Umsetzbarkeit getestet und angepasst. Die besondere Herausforderung bestand darin, eine für den praktischen Einsatz einfach zu bedienende und flexibel einsetzbare Einheit zu entwickeln, die allen technischen und hygienischen Anforderungen entspricht.

In hygienischen Belangen nahm das Wasserwerk der Stadt Villach die internationale Fachexpertise der Medizinischen Universität Wien in Anspruch. Bei der Konzeption der technischen Auslegung und Ausstattung wurden in erster Linie die Regelwerke und facheinschlägigen Richtlinien der Österreichischen Vereinigung für das Gas- und Wasserfach berücksichtigt. Zudem wurde der Einsatz des WASSERmobils in bestehenden hydraulischen Netzen mittels eines – gemeinsam mit der TU Graz und einigen weiteren österreichischen Wasserversorgern entwickelten – Simulationsprogramms untersucht.

Mit der Entwicklung des WASSERmobils wurde ein Meilenstein der Versorgungssicherheit bei Störungen der zentralen Trinkwasserversorgung gesetzt. Im Hinblick auf eine erhöhte Sensibilisierung der Bevölkerung im professionellen Umgang mit Krisensituationen stellt dies eine wesentliche qualitative Verbesserung im Vertrauen auf eine funktionierende Infrastruktur dar. Durch Synergieeffekte und Kooperationen im Sinne der Nachbarschaftshilfe ist künftig ein großer regionaler Mehrwert des WASSERmobils ableitbar. Auch andere Wasserversorger können im Bedarfsfall auf die mobile Einrichtung zur Not- und Ersatzwasserversorgung zurückgreifen.

Nachdem es sich bei diesem Innovationsprojekt um eine Marktneuheit handelt, wurde das WASSERmobil als Patent unter dem Titel »Mobile Trinkwasser-Versorgungseinrichtung und Trinkwasser-Versorgungssystem« beim Österreichischen Patentamt eingereicht.

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