Nachhaltigkeit wird bei der HIRSCH Armbänder GmbH großgeschrieben
27. März 2026
Nachhaltigkeit wird bei der HIRSCH Armbänder GmbH großgeschrieben
27. März 2026

Ob Tomaten oder Paradeiser, sie alle sind »tomatoes«

»Innovations- und Forschungspreis des Landes Kärnten 2026«

 

Avemoy FlexCo

Nominierung Kategorie

Kleinstunternehmen

 Innovation

»hortiscan – the done an AI data solution for tomato greenhouse farming«

www.avemoy.com

Avemoy revolutioniert mit »Hortiscan« smart farming via Drohne. Spezialisiert auf Tomaten in Gewächshäusern ist das Unternehmen aus Kärnten schon weltweit aktiv.

Das Unternehmen avemoy ist im Bereich agriculture und smart farming tätig. Gegründet wurde avemoy 2024 als Spin-off der Universität Klagenfurt. Der Fokus liegt auf Drohnen und ihre Algorithmen. »Wir fliegen mit dem Wind«, so Geschäftsführer Michael Gruber, denn der Name avemoy spielt auf die griechischen Götter des Windes an.

Seit 2024 ist das Unternehmen auf elf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus sechs Nationalitäten angewachsen. Das Team hat es in nur 13 Monaten geschafft, ein verkaufsfähiges Produkt auf den Markt zu bringen. Gruber fasst es sichtlich begeistert zusammen: »Das war eine riesige Leistung vom Team.«

Eingereichtes Projekt

In wenigen Worten kann »Hortiscan« als Kombination aus Tomatenzucht in Gewächshäusern, Drohnen und AI (Artificial Intelligence) beschrieben werden. Es ist ein »Plug & Play«-System. Der Fokus von potentiellen Kunden liegt in Erntevorhersagen, Schnittkontrollen, im Scanning und der Aufgliederung von Qualitätsklassen, der Identifikation von gebrochenen Reben, dem Erkennen von Tomatenrostmilben und einigen weiteren Funktionen. Alle Informationen zusammen sind für die Produzenten von Tomaten essentiell und bei menschlicher Durchführung fehlerbehaftet. Denn diese Aufgaben sind arbeitsintensiv und für Menschen auf Dauer ausgesprochen anstrengend, doch nicht für »Hortiscan«. Die Innovation von avemoy bietet damit eine Ergänzung und übernimmt jene Aufgaben, die Menschen an ihr Limit stoßen lassen.

Dass sich »Hortiscan« auf die Tomatenzucht in Gewächshäusern fokussiert, ist kein Zufall. Weltweit steigt die Tendenz, unter Glas Lebensmittel wachsen zu lassen. So auch die Tomate, die mit 234.000 Hektar global vertreten ist. Das jährliche Wachstum dieser Branche liegt bei rund zehn Prozent. Als »kritische Infrastruktur« bezeichnet Gruber Lebensmittel, denn ohne sie können wir nicht leben. Bei avemoy dreht sich nicht alles um Daten, hier arbeiten Menschen, denen Lebensmittel und die Zukunft am Herzen liegen. »Du weißt, für was du arbeitest«, fasst es Gruber zusammen.

Kunden bekommen nach der Bestellung zwei Boxen und in 20 Minuten hebt die Drohne bereits ab. Stetig fliegt sie dabei durch die langen Reihen im Gewächshaus und nimmt im Videostream die einzelnen Tomatenpflanzen auf. Die »Hortiscan«-Drohnen können Objekte erkennen. Das heißt, einen Crash gibt es nicht. Bevor die Drohne gegen ein Hindernis fliegt, bspw. eine Person, setzt sie zu einer Notlandung an. Die Drohnen fliegen zur Zeit normalerweise auf einer Flughöhe von 1,20 m.

Bei einem Flug im Gewächshaus erzeugt die Drohne eine Punktewolke. Sie kann zwischen dynamischen und statischen Punkten unterscheiden. Das ist ein großer Vorteil, denn so bewegt sich die Drohne stetig in der Reihe der Tomatenpflanzen fort und auf gleiche Weise auch wieder retour. Andere Systeme haben mit dynamischen Punkten, wie es Blätter am Boden sind, ein Problem und müssen dann notlanden.

Dazu kommt, dass ein Korridor im Gewächshaus auch für eine Drohne zum Durchfliegen recht eng ist. Die »Hortiscan«-Drohnen sind so adaptiert, dass sie sehr leicht und auf jeder Seite zehn Zentimeter freie Fläche haben, um bequem vollautonom durchfliegen zu können.

Der Marktstart erfolgte in Österreich mit der Frutura Obst & Gemüse Kompetenzzentrum GmbH. »Hortiscan« besitzt sowohl die europäischen als auch die kanadischen Zertifikate für die Marktzulassung. Mittlerweile ist avemoy auch in den Niederlanden aktiv und wird in naher Zukunft in Kanada und Saudi-Arabien vertreten sein.

Besonderheit des Projekts

»In big Tomato data our AI trusts«, bringt es Gruber auf den Punkt. »Hortiscan« zeichnen die dynamischen Sensoren in Kombination mit einer Drohne aus, wodurch sich das Projekt von herkömmlichen Lösungen mit stationären Kameras oder Menschen abhebt. Durch das »Plug & Play«-System ist die Anwendung für den Kunden einfach und auch die Wartungsarbeiten sind in fünf Minuten erledigt. Die Hard- und Software ist industrietauglich und auch Staub kann »Hortiscan« nichts anhaben. Dass die 800 g leichten »Hortiscan«-Drohnen vollautonom fliegen, wird die Kunden überzeugen.