JOANNEUM RESEARCH Forschungsgesellschaft mbH ermöglicht inklusive und zugleich sichere Robotik
23. März 2026
JOANNEUM RESEARCH Forschungsgesellschaft mbH ermöglicht inklusive und zugleich sichere Robotik
23. März 2026

Lakeside Labs GmbH setzt auf eine verantwortungsvolle und effiziente Nutzung von autonomer Robotik

v.l.n.r.: Dr. Micha Sende (Senior Forscher), Mag. Claudia Prüggler (Geschäftsführerin), Dr. Christian Raffelsberger (Projektleiter) (c) Johannes Puch

v.l.n.r.: Dr. Micha Sende (Senior Forscher), Mag. Claudia Prüggler (Geschäftsführerin), Dr. Christian Raffelsberger (Projektleiter) (c) Johannes Puch

»Innovations- und Forschungspreis des Landes Kärnten 2026«

 

Lakeside Labs GmbH

Nominierung Kategorie

Forschungseinrichtung

 Innovation

»ROAM (Robot Operation and Autonomous Missions) Framework«

www.lakeside-labs.com

Christian Raffelsberger und Micha Sende schließen mit ihrem Projekt »ROAM (Robot Operation and Autonomous Missions) Framework« eine zentrale Lücke zwischen Schwarmforschung und deren praktischer Erprobung in realen Multi-Robotersystemen.

Die Lakeside Labs GmbH forscht im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnik und ist dabei eng an die Universität Klagenfurt gekoppelt. Dabei hat sich das gemeinnützige, anwendungsorientierte Forschungszentrum auf eingebettete, selbstorganisierende vernetzte Systeme spezialisiert. Die Anwendungsgebiete reichen von Robotik über Industrie 4.0 sowie Logistik 4.0 bis hin zu Cloud-Edge Computing. Die 18 Mitarbeitenden forschen an zukunftsorientierten Themen der Schwarmintelligenz von Cyber-physischen Systemen sowie ihrer Kooperation und Kommunikation.

Eingereichtes Projekt

Christian Raffelsberger und Micha Sende sahen sich mit der Thematik rund um die Steuerung von autonomen Drohnen als immer wiederkehrendes Forschungsprojekt konfrontiert. Um nicht immer wieder von vorne zu beginnen, sondern – vor allem nachhaltig – eine gute Basis für unterschiedliche Projekte zu haben, haben sich die beiden mit »ROAM (Robot Operation and Autonomous Missions) Framework« zum Ziel gesetzt, ein Software-Framework zum Bedienen von autonomen Drohnenmissionen zu entwickeln. »Dabei lag unser Fokus nicht nur auf der Simulation am Computer, sondern ebenso auf der praktischen Erprobung, um Nebenbedingungen aus der realen Welt zu testen«, erklären die beiden Projektverantwortlichen unisono.

Ursprünglich entstand die heutige Idee aus mehreren Projekten, wobei die zwei Absolventen der Universität Klagenfurt 2023 Synergien zwischen den Projekten entdeckten und diese schrittweise im »ROAM Framework« vereinten. Dabei haben Christian Raffelsberger und Micha Sende ihre Simulationen am Computer auch ständig im realen Umfeld ausgetestet und das Projekt dadurch verbessert. In den realen Tests haben sie viel Erfahrung zur Verbesserung gesammelt, denn gewisse Situationen können am Computer nicht simuliert werden, sondern diese ergeben sich erst in echten Tests im realen Umfeld.

Dadurch haben sich über die Jahre auch die Anwendungsgebiete von Drohneneinsätzen kontinuierlich erweitert. Wurden Drohnen ursprünglich zu Rettungszwecken im Rahmen von »Search & Rescue«-Aktionen eingesetzt, unterstützen Drohnen heute etwa beim Monitoring von Verkehrssituationen oder in Logistik-Zentren. Zudem tun sich neue Einsatzgebiete wie im Bau oder in der Landwirtschaft auf.

Besonderheit des Projekts

Anfänglich musste jede Drohne einzeln von je einem Laptop gesteuert werden. Micha Sende und Christian Raffelsberger setzen bei ihrer Drohnenforschung hingegen auf Schwarmintelligenz und können mittlerweile mehrere Drohnen von nur einem Laptop aus bedienen. Dabei haben sie dennoch jede einzelne Drohne im Blick und können sie individuell steuern. Wie bei Fischen oder Vögeln, die im Schwarm gemeinsam unschlagbar sind, haben sich die beiden Senior Researcher damit auseinandergesetzt, wie mehrere Drohnen gleichzeitig eingesetzt werden können und welche Vorteile sich aus dem Scharmverhalten für ihr Projekt ableiten lassen. Das »ROAM Framework« schafft die Voraussetzung dafür, Schwarmalgorithmen nicht nur theoretisch, sondern unter realistischen Einsatzbedingungen erfolgreich zu betreiben.