Gerd Stelzl und Ana Karen León Miranda gründeten gemeinsam Leon Talents.
Leon Talents matchen als Full-Service-Agentur qualifizierte Fachkräfte mit Unternehmen im DACH-Raum
10. März 2026
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Neues KWF-Angebot für Investitionsimpulse im Tourismus

KWF-Vorstand Roland Waldner und KWF-Aufsichtskommissär Sebastian Schuschnig  präsentierten gemeinsam ein Förderungspaket für Investitionen in betriebliche Erlebnisinfrastruktur.

(KWF-Presseinformation | Klagenfurt am Wörthersee, 23. März 2026)

Mit dem Beschluss der Tourismusreform wurde ein wichtiger Meilenstein für die Branche gesetzt. Dadurch wird eine Grundlage geschaffen, die den Kärntner Tourismus ganzjährig und nachhaltig stärkt, effizienter macht und seine Wettbewerbsfähigkeit erhöht. Vor allem aber sollen mit dieser Reform wichtige Investitionen in die öffentliche Freizeitinfrastruktur angestoßen werden. »Das Ziel ist es nun, die Kärntner Betriebe auf diesem Weg der Reform mitzunehmen und auch auf betrieblicher Ebene Anreize zu schaffen, um in die Qualität für die Gäste zu investieren«, betont Tourismus- und Wirtschaftslandesrat Sebastian Schuschnig. Man habe sich gemeinsam mit dem KWF angesehen, wo es noch Aufholbedarf gibt, in welchen Bereichen in den vergangenen Jahren zu wenig investiert wurde und wo deshalb verstärkte Förderungsanreize benötigt werden. »Das betrifft insbesondere das 3-Stern-Segment, zu dem eine sehr große Zahl der Kärntner Familienbetriebe zählt«, ergänzt Schuschnig. Gemeinsam mit KWF-Vorstand Roland Waldner setzt er nun deshalb bewusst auf zwei Schwerpunkte. Einerseits sollen Investitionen in die Erlebnisinfrastruktur der Betriebe gefördert werden, andererseits soll es zukünftig auch Unterstützung bei touristischen Großprojekten in Form von umfassender Beratung und Förderung bei der Umsetzung geben. »Nicht der Preis soll der Grund sein, warum Gäste zu uns kommen, sondern die Qualität – und das auf allen Ebenen und in allen Unterkunftskategorien «, unterstreicht Schuschnig.

»Mit unserem Förderungsschwerpunkt Tourismus unterstützen wir die Kärntner Tourismusbetriebe gezielt dabei, sich für die Zukunft und ihre Wettbewerbsfähigkeit fit auszurichten. Darüber hinaus liegt unser Auftrag darin, der Tourismusbranche neue Wege in Innovation, Forschung und Entwicklung zu eröffnen und sie gezielt bei ihren ersten Schritten sowie bei konkreten Projekten zu begleiten. Oftmals brauchen schlummernde Ideen nur einen kleinen Anstoß, um sich zu entfalten«, betont Waldner im Rahmen der Pressekonferenz.

Mit der neuen Förderung »QUALITÄTSOFFENSIVE.Hotellerie« sollen Kärntner Beherbergungsbetriebe künftig bei Investitionen in qualitätsverbessernde Maßnahmen unterstützt werden. Es ist eine Förderung, die direkt von LR Schuschnig beauftragt wurde und mit zwei Millionen Euro aus seinem Tourismusreferat gespeist wird. »Damit wollen wir ganz gezielt ein attraktives Angebot für die regional verwurzelten und oft familiengeführten Hotelbetriebe schaffen und ihnen eine niederschwellige Möglichkeit bieten, wichtige Investitionen zu tätigen«, betont Schuschnig. Gefördert werden Projekte wie beispielsweise die Modernisierung von Gartenanlagen, Sportstätten, Kinderspielplätzen oder die Errichtung eines Lichtkonzepts für das Ambiente im Empfangsbereich. »Also alles Bereiche, die für die Atmosphäre im Haus ausschlaggebend sind, weil das etwas ist, das den Gästen bei Befragungen am wichtigsten ist«, so Schuschnig. Betriebe mit drei Sternen und die der Fachgruppe Hotellerie der Wirtschaftskammer Kärnten angehören, können diese Förderung ab Anfang April beantragen. Der Zuschuss beträgt maximal 20 Prozent der förderbaren Projektkosten, jedoch maximal EUR 100.000,-. Die Einreichschwelle für Investitionen wurde mit EUR 50.000,- bewusst niedrig angesetzt. »Damit öffnen wir die Förderung für die gesamte Breite der kleinen und mittelständischen Hotelbetriebe in Kärnten, die dafür keine Investitionen in Millionenhöhe tätigen müssen«, ergänzt Schuschnig.

Ergänzend zur Qualitätsoffensive will der KWF auch investitionsintensive Projekte im Bereich der touristischen Betriebsinfrastruktur bestmöglich unterstützen. »Mit dem Produkt Tourismus KMU.Invest bieten wir den Rahmen für entscheidende Investitionen zur qualitativen und strategischen Weiterentwicklung des Unternehmens«, so Schuschnig. Die Betriebe sollen für die Finanzierung von Investitionen in Gebäude, Betriebs- und Geschäftsausstattung, Maschinen und Software einen zinsgestützten Kredit bei der Österreichischen Hotel- und Tourismusbank und einen KWF-Zuschuss von bis zu maximal EUR 200.000,- erhalten. Im KWF wurden dafür fünf Millionen Euro reserviert. Auch diese Förderung kann mit Anfang April beantragt werden, die Nachfrage sei aber bereits sehr groß, wie Waldner betonte. Er ergänzte, dass zusätzlich zu diesen neuen Förderungsprodukten natürlich auch die bereits bestehende Schiene »Tourismus JUNG.Invest« als Angebot weiter erhalten bleibe.

Insgesamt können somit zwischen sieben und acht Millionen Euro für betriebliche Investitionen der Tourismusbranche zugesichert werden – somit deutlich mehr als im Vorjahr. Der Fokus soll dabei ganz gezielt auf den Ausbau der betrieblichen Erlebnisinfrastruktur gelegt werden, um das Gästeerlebnis aktiv weiterzuentwickeln. »Das ist aus meiner Sicht eine notwendige Konsequenz aus der Tourismusreform. Es geht schließlich um eine weitreichende Neuaufstellung und Weiterentwicklung des Kärntner Tourismus. Sowohl auf struktureller als auch auf betrieblicher Ebene«, so Schuschnig. Der Tourismusreferent betonte, dass er sich daher auch mit den Betrieben im Campingbereich in einem intensiven Abstimmungs- und Austauschprozess befinde, um auch für diese besonders nächtigungsstarke Branche spezifische Möglichkeiten zur Investition in Angebot und Qualität zu schaffen. Waldner und Schuschnig sind sich einig: »Denn als Tourismusland können wir nur erfolgreich sein, wenn wir gezielte Impulse in den Bereich der Unternehmenserweiterung und -entwicklung für ein wettbewerbsfähiges Qualitätsangebot setzen.«