Neues KWF-Angebot für Investitionsimpulse im Tourismus
26. März 2026
Neues KWF-Angebot für Investitionsimpulse im Tourismus
26. März 2026

Starker Impuls für Kärntens Wirtschaft

Roland Waldner | KWF-Vorstand, Gaby Schaunig | Technologiereferentin, Sebastian Schuschnig | KWF-Aufsichtskommissär und Martin Zandonella | Vorsitzender des KWF-Kuratoriums präsentierten gemeinsam die KWF-Jahresbilanz 2025. (c) Foto: Johannes Puch

Der Kärntner Wirtschaftsförderungs Fonds (KWF) setzte im vergangenen Jahr mit 1.502 Förderungsfällen sowie EUR 47,6 Mio. an genehmigten Förderungsvolumen die vom Land Kärnten und der Europäischen Kommission zur Verfügung gestellten finanziellen Mittel zielgerichtet für den Wirtschaftsstandort Kärnten ein.

(KWF-Presseinformation | Klagenfurt am Wörthersee, 31. März 2026)

Der KWF blickt bei seiner Jahresbilanz-Pressekonferenz auf ein erfolgreiches Förderungsjahr 2025 zurück. Sowohl bei der Anzahl der Förderungsfälle als auch bei den -mitteln konnte ein deutlicher Anstieg verzeichnet werden: Im Vergleich zum Jahr 2024 gab es ein Plus von 67,1 % an Förderungsfällen sowie eine Steigerung des Förderungsvolumens um 57,3 %.

Effektive Wirtschaftsförderungspolitik

»2025 war ein weiteres Jahr, in dem unser Wirtschaftsstandort enormem Druck ausgesetzt war. Daher war es von entscheidender Bedeutung, dieser konjunkturellen Abkühlung mit einer effektiven und wirkungsstarken Wirtschaftsförderungspolitik entgegenzuwirken. Mit einem attraktiven Förderungsangebot ist es in einer herausfordernden Zeit gelungen, wichtige Vorzieheffekte im Bereich der betrieblichen Investitionen zu erzielen. Mit dem Rekordwert von über 1.500 Förderungsprojekten konnte ein Investitionsvolumen von über 241 Millionen Euro ausgelöst werden. Das ist beachtlich«, betont Wirtschaftslandesrat Sebastian Schuschnig.

Diese Dynamik zeigte Wirkung: Mit einem Förderungsvolumen von EUR 47,6 Mio. wurden einerseits 673 neue Arbeitsplätze geschaffen und andererseits 16.729 bestehende Arbeitsplätze gesichert. »Während wir im Jahr 2025 noch stark auf konjunkturstützende Maßnahmen gesetzt haben, ist das klare Ziel für 2026, Unternehmen im Wachstumsprozess gezielt zu unterstützen. Das heurige Jahr bringt daher ein Bündel neuer Förderungsmaßnahmen, die für die Unternehmen bereitgestellt werden«, informiert Schuschnig. Der Fokus liegt dabei unter anderem auf den Themen Innovation, KI, Tourismus, Export und Kreislaufwirtschaft. »Ich bin überzeugt, dass die diesjährigen Schwerpunkte unsere Betriebe bestmöglich auf ihrem Weg durch sehr dynamische Rahmenbedingungen begleiten werden«, so Schuschnig weiter.

Wirtschaftsstandort im Fokus

»Mit dem Technologiefonds setzen wir gezielt dort an, wo die Zukunft unseres Wirtschaftsstandorts entsteht – in Forschung, Innovation und technologischer Entwicklung. Im Jahr 2025 haben wir 39 Projekte mit einem Förderungsvolumen von rund 5,1 Millionen Euro unterstützt und damit Investitionen von knapp 18 Millionen Euro ausgelöst. Unser klarer Fokus liegt auf institutionellen Forschungsprojekten und auf der Stärkung von Kooperationen zwischen Wissenschaft und Wirtschaft. Erfolgreiche Beispiele wie die COMET-Projekte im Bereich Kreislaufwirtschaft oder die Weiterentwicklung des Kompetenzzentrums Holz zeigen, wie aus Forschung konkrete Innovationen und wirtschaftliche Impulse entstehen. Diese Investitionen sind eine strategische Entscheidung: Wir schaffen die Grundlage dafür, dass Kärnten auch in Zukunft ein wettbewerbsfähiger und innovativer Wirtschaftsstandort bleibt«, führt Technologiereferentin Gaby Schaunig aus.

Modernisierung des KWF-Förderungsportals

Mit der Modernisierung seines Förderungsportals setzte der KWF zum Jahreswechsel einen wichtigen Schritt zur Weiterentwicklung seiner Serviceleistungen. »Mit dem neuen KWF-Förderungsportal ist es uns gelungen, die Förderungsabwicklung für Kärntner Unternehmen deutlich einfacher, transparenter und effizienter zu machen – digital, übersichtlich und benutzerfreundlich. Durch die transparente Statusdarstellung kann jeder Förderungsantrag über eine digitale Timeline in Echtzeit nachverfolgt werden. Auch relevante Fristen und erforderliche Schritte sind klar ersichtlich, was den Unternehmen eine höhere Planungssicherheit bietet«, weist Martin Zandonella, Vorsitzender des KWF-Kuratoriums, auf die Vorteile hin.

Kärntens Unternehmen investieren in ihre Zukunft

»Wir setzen gezielt auf eine wirkungsorientierte Förderung: Unternehmen sollen ausreichende finanzielle Mittel erhalten, um ihre Projekte – trotz teils herausfordernder Rahmenbedingungen – realistisch, nachhaltig und zukunftsgerichtet umsetzen zu können«, führt KWF-Vorstand Roland Waldner aus. Diese klare Ausrichtung zeigte im vergangenen Jahr Wirkung: Es wurden dreimal so viele Förderungsanträge eingereicht wie in der gleichen Periode 2022. Zudem lässt die hohe Anzahl an Förderungsanträgen, die den KWF im Vorjahr erreichten, auf eine deutliche Steigerung von Neuinvestitionen am Kärntner Wirtschaftsstandort schließen, die weit über dem ursprünglich prognostizierten Wert liegt. Nach zwei Jahren Rezession lässt sich auf Basis aktueller Erhebungen verschiedener Forschungsinstitute zuversichtlich in die Zukunft blicken.

Die relevanten Kennzahlen nach Unternehmensgrößen

Entsprechend der Kärntner Wirtschaftsstruktur richtet sich das Förderungsangebot des KWF primär an Kleinst-, Klein- und Mittelunternehmen (KMU).  Insgesamt entfielen im vergangenen Jahr 1.441 Förderungsfälle (95,9 %) auf KMU. Der Förderung von Kleinstunternehmen kommt im Förderungsportfolio des KWF ein hoher Stellenwert zu. Mehr als zwei Drittel (69,1 %) der geförderten Fälle entfielen im Jahr 2025 auf Kleinstunternehmen, mehr als ein Drittel des Förderungsvolumens (35,6 %) kam ihnen zugute. Während sich das Förderungsvolumen bei Kleinunternehmen auf EUR 16,0 Mio. verdoppelte, nahm dieses bei mittleren Unternehmen – es gab 66 Förderungsfälle – um 20,0 % ab.

Großunternehmen können vom KWF nur unter spezifischen Bedingungen gefördert werden. Voraussetzung ist die Umsetzung besonders anspruchsvoller Projekte sowie die Einhaltung von Förderungshöchstgrenzen, gefördert werden damit überwiegend technologie- und exportorientierte Unternehmen. Das Förderungsvolumen von Großunternehmen nahm mit + 8,9 % bei insgesamt 31 geförderten Projekten leicht zu.

Wie 2024 wurden auch im Vorjahr 14 Projekte von Bildungseinrichtungen | Schulen | Universitäten | FH Kärnten gefördert. Zudem erhielten sonstige Institutionen (Kooperationen | ARGE | Organisationen) in 16 Fällen eine Förderung.

Hier finden Sie die wichtigsten Zahlen | Daten | Fakten im Überblick.

Rückfragen:

KWF | Kärntner Wirtschaftsförderungs Fonds
Public Relations
MMag. Karin Scheidenberger
E karin.scheidenberger@kwf.at
M +43.664.859 13 54