
Mit der Glaunach GmbH kann Wasserstoff noch besser als saubere Energiequelle genutzt werden
31. März 2026
»Innovations- und Forschungspreis des Landes Kärnten 2026«
Infineon Technologies Austria AG
Nominierung Kategorie
Großunternehmen
Innovation
Quantenchip – Infineon Ionenfallen-Technologieplattform für leistungsstarke Quantencomputer
Das Herz der Quantencomputer kommt nicht nur von Infineon, sondern auch aus Villach. Es ist die erste Ionenfallen-Technologieplattform: Zukunft ist heute!
Infineon ist für die Halbleiterherstellung weit über Kärnten und Österreichs Grenzen hinaus bekannt. Das Team für das eingereichte Projekt »Quantenchip – Infineon Ionenfallen-Technologieplattform für leistungsstarke Quantencomputer« besteht aus 50 Personen, die vollkommen hinter ihrer Arbeit stehen. Gestartet wurde 2017 mit einer ersten Machbarkeitsstudie im Zuge einer Masterarbeit, die von Clemens Rössler betreut wurde. Rössler ist Senior Director für Ion Trap Systems und leitet das Team rund um das eingereichte Projekt »Quantenchip«. Die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie sorgten für den Start eines Förderungsprojekts mit zwei PhD-Studierenden. Mit 2019 wurde das Projekt wieder ein Stückchen größer und als Start-up im Unternehmen integriert. Das Projekt ist langsam gewachsen und mittlerweile Teil der Geschäftseinheit Power Switches. Ein Vorteil für das Quantenlabor ist die Nähe zur Fertigung. Die Skalierbarkeit neuer Ergebnisse kann sofort getestet werden.
Eingereichtes Projekt
Quantencomputer arbeiten anders und können andere Probleme lösen, bei denen Supercomputer an ihre Grenzen stoßen. Bei den drei Problemgruppen, die ein Quantencomputer effizienter lösen kann, geht es nicht um Alltagsprobleme. Quantencomputer sind nicht per se besser oder schneller, sie sind jedoch für bestimmte »harte« mathematische Probleme geeigneter. Zum Ersten für die Simulation von Molekülen, zum Zweiten für Optimierungen, sei es bei Lieferketten, Energienetzwerken oder Finanzportfolios, und zum Dritten für das Finden von Prim-Faktoren. Ein essentieller Teil ist dabei die Industrialisierung.
Das erste Highlight war 2017 als das erste Ion gefangen wurde. »Magisch, man weiß es geht«, fasst es Rössler in wenigen Worten zusammen. Dann im Jahr 2019 konnte ein Quantenchip hergestellt werden, der den damaligen Stand der Technik übertroffen hat. »Der größte Erfolg für das ganze Team war 2024, als sich der führende Quantencomputer-Hersteller für Infineon als Partner entschied«, erzählt Rössler stolz. Seit 2025 werden die ersten Quantenchips zu den Kunden ausgeliefert.
Die ersten marktfähigen Quantencomputer könnten daher mit Infineon Quantenchips gebaut werden. Weltweit findet ein Wettlauf zur Entwicklung der Quantencomputer statt. »Unser Ziel ist, die ersten nutzbaren und marktfähigen Quantencomputer auch mit Infineon Quantenchips zu beliefern«, so Rössler zu den Zukunftsplänen des Teams. Der Endspurt zum Ziel hat begonnen.
Besonderheit des Projekts
Das Team von Infineon hat die erste Ionenfallen-Technologieplattform erschaffen und damit den nächsten Schritt im Bereich leistungsstarker Quantencomputer gesetzt. Es ist eine internationale Pionierarbeit aus Kärnten, die Infineon hier gelungen ist.

