Die Brücke zwischen Forschung, Entwicklung und Industrie
31. März 2026
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31. März 2026

Tethered Caps: Verschlusskappe von Interelektrik löst leidiges Problem!

»Innovations- und Forschungspreis des Landes Kärnten 2026«

 

Interelektrik GmbH

Nominierung Kategorie

Klein- und Mittelunternehmen

 Innovation

Verschlusskappe T38

wwww.interelektrik.at

Die innovative Verschlusskappe T38 der Interelektrik GmbH sorgt bei Kunden und Endnutzern für Freude: Die angehängte Kappe (Tethered Cap) hält was sie verspricht: Sie ist leicht in der Handhabung und stabil – ein Verschütten war gestern.

Die Interelektrik GmbH im Norden Villachs kann heuer bereits auf ein 50-jähriges Firmenbestehen zurückblicken. Die 13 Mitarbeitenden kennen sich in ihrem Bereich Kunststoff-Spritzguss aus und das merkt man auch. Stefan Aichholzer – seit 2024 Geschäftsführer – strahlt voller Stolz über die Leistung, die sein Team mit der eingereichten Innovation vollbracht hat. Interelektrik produziert seit 25 Jahren Kappen vor allem für Verpackungen von Milchprodukten. Die langjährigen Kunden vertrauen auf das Team und schätzen das Wissen und die Erfahrung des Unternehmens. Die Kunden von Interelektrik sitzen über den Globus verstreut, teils in Lateinamerika und Australien, und deren Wünschen konnte nun entsprochen werden: Ohne Mühen zu scheuen wurde eine innovative Verschlusskappe entwickelt.

Eingereichtes Projekt

Die Verschlusskappe T38 ist auf Verpackungen mit Milchprodukten weltweit zu finden. Durch die EU-Verordnung vor eineinhalb Jahren waren Kappen, die sich nach dem Öffnen vom Verschluss lösten, in der EU Geschichte. Für die eingereichte Innovation wurden unzählige Versuche unternommen. Dabei musste zuerst eine einzelne Kappe gespritzt werden. Erst nachdem das Einzelmodell wie gewünscht funktionierte, wurde eine Serie gespritzt. »Die letzten zwei Prozent waren härter als die 98 % davor«, bestätigt Aichholzer. Auch das Öffnen und Verschließen wurde hunderte Male getestet, mit dem Ergebnis, dass sich die Verschlusskappe ohne Veränderung für den Endnutzer immer wieder öffnen und schließen ließ bzw. lässt. Dabei bleibt sie in der offenen Form stehen, klappt nicht zu und ist, zudem auch nicht im Weg. Ein Kriterium, das ausschlaggebend für die Kunden von Interelektrik und die Endkunden ist.

Die angehängten Verschlusskappen werden zuerst vollautomatisch gespritzt, anschließend gefaltet und bei der integrierten Qualitätskontrolle auf mögliche Mängel überprüft, bevor sie abschließend nach Farbe getrennt in die Lieferkartons sortiert werden. Staub kommt hier nicht zu den Erzeugnissen, denn die Maschine ist komplett geschlossen.

»Ein Highlight war, als wir das erste Mal dachten, wir hätten es geschafft«, erinnert sich Aichholzer zurück. Doch so schnell war das Team nicht am Ziel, in den Feinheiten musste noch nachgeschärft werden. Diese speziellen Verschlusskappen für Verpackungen von Milchprodukten werden frisch gespritzt. Die Gewinde sind, anders als bei anderen Getränkeverpackungen, gerade erst am Austrocknen und werden sofort mit einer Verschlusskappe versehen. Daher muss jedes Detail sitzen, denn jede Ungenauigkeit fällt bei diesem Verfahren auf. Doch schlussendlich waren die Kappen von Interelektrik für die Kunden besser.

Besonderheit des Projekts

Ein Verschütten der Milch aufgrund der Verschlusskappe ist durch den besonderen Verschluss von Interelektrik nicht mehr möglich. Das Öffnen und Verschließen ist mit der Verschlusskappe T38 leicht möglich. Nach dem Öffnen bleibt die angehängte Kappe offen und verändert ihren Winkel nicht. Sie rutscht nicht ab – sie bewegt sich schlicht und einfach nicht. Damit sorgt ihre Effektivität für Freude bei den Endnutzern.