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JOANNEUM RESEARCH Forschungsgesellschaft mbH ermöglicht inklusive und zugleich sichere Robotik

v.l.n.r.: Bernhard Reiterer (Projektmitarbeiter), Michael Sumper (Projektmitarbeiter), Michael Rathmair (Forschungsgruppenleiter, Clara Wiederschwinger-Fischer (Projektleiterin), Mara Zammernig (Projektmitarbeiterin), Sebastian Eisner (Projektmitarbeiter)

v.l.n.r.: Bernhard Reiterer (Projektmitarbeiter), Michael Sumper (Projektmitarbeiter), Michael Rathmair (Forschungsgruppenleiter, Clara Wiederschwinger-Fischer (Projektleiterin), Mara Zammernig (Projektmitarbeiterin), Sebastian Eisner (Projektmitarbeiter)

»Innovations- und Forschungspreis des Landes Kärnten 2026«

 

Joanneum Research Forschungsgesellschaft mbH

Nominierung Kategorie

Forschungseinrichtung

 Innovation

»SAFEIVERSE – Integration von Diversität und Inklusion in die Gestaltung von sicherer Mensch-Roboter Kollaboration«

www.joanneum.at

Clara Wiederschwinger-Fischer und ihr Team verbinden mit ihrem Projekt »SAFEIVERSE – Integration von Diversität und Inklusion in die Gestaltung von sicherer Mensch-Roboter Kollaboration« gesellschaftliche Verantwortung mit technologischen Lösungen.

Bei der JOANNEUM RESEARCH Forschungsgesellschaft mbH (JR) handelt es sich um eine außeruniversitäre Forschungsorganisation, die an anwendungsnahen Lösungen für Wirtschaft und Industrie arbeitet. Am Projektstandort im Lakeside Science & Technology Park Klagenfurt liegt der Fokus auf Robotik und Flexible Produktion (ROBOTICS). Dabei konzentriert sich ROBOTICS auf die Entwicklung und den Transfer von Technologien für flexible, wirtschaftliche und sichere Produktionsprozesse. Schwerpunkte liegen insbesondere auf der Mensch-Roboter-Kollaboration, der Robotersicherheit sowie auf Sensortechnologien. Ergänzend dazu bringt das JR-Institut POLICIES seine Expertise in der Sozial- und Gleichstellungsforschung ein. Diese interdisziplinäre Verbindung bildet die Grundlage für praxisnahe, verantwortungsvolle und inklusive Innovationslösungen.

Eingereichtes Projekt

Clara Wiederschwinger-Fischer hat sich ursprünglich im Rahmen ihrer Dissertation der Thematik rund um das sichere Zusammenspiel zwischen Menschen und Roboter gewidmet und in Gesprächen mit Unternehmen den entsprechenden Bedarf, aber zeitgleich auch die dabei fehlende Inklusion, erkannt. Daraus entstand in Kooperation mit der Lebenshilfe und der Non-Profit-Oranisation autArK das Projekt »SAFEIVERSE«.
Insgesamt neun JR-Mitarbeitende entwickelten seit August 2024 ein ganzheitliches Design- und Sicherheitskonzept für inklusive, technologieunterstützte Arbeitsbereiche im Produktionsbetrieb. Im Mittelpunkt steht einen schutzzaunlose Mensch-Roboter-Kollaboration, die mit KI-basierter Adaptivität und barrierefreien digitalen Assistenzsystemen ausgestattet ist.

Das Highlight in dieser Zeit war, dass dieser Prozess von einer interdisziplinären Studie mit 24 Personen mit Beeinträchtigung der Lebenshilfe bzw. autArK begleitet wurde. »Zu sehen, mit welcher Begeisterung und Freude die Teilnehmenden sich an der Studie beteiligten und, dass wir sie als Expertinnen und Experten in ihrem Bereich wahrgenommen haben, war einer meiner schönsten Momente«, führt Projektleiterin Clara Wiederschwinger-Fischer aus. Zudem wurden dadurch eine hohe Akzeptanz und Praxistauglichkeit erreicht.

Besonderheit des Projekts

SAFEIVERSE ermöglicht erstmalig Personen mit Beinträchtigung den Zugang zu modernen Produktionsarbeitsplätzen, indem sich der Arbeitsplatz beispielsweise individuell an die Fähigkeiten und Bedürfnisse anpasst. Ein kamerabasiertes System erfasst bei Annäherung an den Arbeitsplatz Körpermerkmale wie die Größe, Sitz- oder Stehposition und ein KI-Modell leitet daraus individuell die optimale Tischhöhe für die Person ab. Am Arbeitsplatz selbst führt ein multimodales, barrierefreies Assistenzsystem durch einfache Sprache, Text, Audio, Bilder und Videos schrittweise durch den roboterunterstützten Montageprozess. Somit werden kognitive und körperliche Barrieren reduziert.

Dies steigert auf der einen Seite Wohlbefinden, Selbstständigkeit sowie Produktivität und schließt qualifizierte Personen aufgrund ihrer Einschränkungen nicht mehr von der Arbeit in Produktionsbetrieben aus. Auf der anderen Seite eröffnet es in Zeiten des Fachkräftemangels ein neues Arbeitskräftepotenzial für Unternehmen.