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Kompetenzzentrum Holz GmbH: Nachhaltige elektrische Leiter & Isolatoren aus Holzreststoffen

v.l.n.r. Doris Kapl, Katrin Fradler, Christoph Jocham, Judith Sinic, Edith Zikulnig-Rusch, Arun Mahendran (c) Johannes Puch

v.l.n.r. Doris Kapl, Katrin Fradler, Christoph Jocham, Judith Sinic, Edith Zikulnig-Rusch, Arun Mahendran (c) Johannes Puch

»Innovations- und Forschungspreis des Landes Kärnten 2026«

 

Kompetenzzentrum Holz GmbH

Nominierung Kategorie

Forschungseinrichtung

 Innovation

»Nachhaltige elektrische Leiter & Isolatoren aus Holzreststoffen für ShyTech-Funktionalisierung & Beheizung von Holzwerkstoffe«

www.wood-kplus.at

Für ShyTech-Funktionalisierung und Beheizung von Holzwerkstoffen – Biobasierte Elektrik als nachhaltiges Grundkonzept!

Die Kompetenzzentrum Holz GmbH (Wood K plus) ist eine führende außeruniversitäre Forschungseinrichtung für Holz und nachwachsende Rohstoffe in Europa. Ihre Kernkompetenzen liegen in der Materialforschung und Prozesstechnologie entlang der gesamten Wertschöpfungskette. »Das Team am Forschungsstandort St. Veit an der Glan beschäftigt sich im Speziellen mit Fragestellungen und Untersuchungen rund um die Oberflächen von Papier, Laminaten, Compositen, Naturfasern und Naturfaserverbunden und das Spannende daran ist, dass nachwachsende Rohstoffe modern einsetzbar sind«, so Standortleiterin Edith Zikulnig-Rusch. Das Angebot reicht dabei von der grundlagennahen Forschung bis hin zur Prototypengenerierung. »Neben langfristigen Kooperationen mit Großbetrieben stehen auch Kleinstprojekte mit kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) als Einstieg in Forschungsthemen im Fokus«, führt Christoph Jocham, Experte für Beschichtungstechnologien, aus.

Eingereichtes Projekt

Das gegenständliche zum »Innovations- und Forschungspreis des Landes Kärnten« eingereichte Projekt trägt den Titel »Nachhaltige elektrische Leiter & Isolatoren aus Holzreststoffen für ShyTech-Fuktionalisierung von Holzwerkstoffen« und wurde im industriellen Forschungsprojekt »WOODconduct«, das sich elektrischen Leiterbahn-Werkstoffen basierend auf biologischer Rohstoffbasis, Verfahren zur Applikation von Leiterbahnwerkstoffen auf Holzwerkstoffen und neuen multifunktionalen smarten Oberflächen für den Möbel- und Bausektor widmet, entwickelt.

Besonderheit des Projekts

Smarte Holzwerkstoffe in der Innenarchitektur und im Möbelbau erfordern derzeit aufwendige Kupfer-Verdrahtung zur Stromversorgung der nach dem »Shy-Tech«- Konzept unsichtbar angebrachten Sensoren, Licht- und Display-Komponenten. Zudem kommen auch direkt auf die Holzbauteil-Rückseite aufgedruckte oder zuvor auf Spezialpapier- | Kunststofffolien bedruckte und anschließend auflaminierte Leiterstrukturen bzw. Leittextilien zur Anwendung. Alle diese Technologien zur »Elektrik«-Integration nutzen Metalle (Kupfer, Silber) als elektrische Leiter sowie auf fossilen Kohlenwasserstoffen basierende Polymere & Lacke, die am Lebenszyklus-Ende auf Grund ihrer äußerst schwierigen Trennbarkeit und Umwelttoxizität Probleme bereiten und nicht dem auferlegten Nachhaltigkeitsprinzipien entsprechen.

Genau in diesem Punkt kommt die Neuheit des Projekts zum Tragen, das auf biobasierte, nicht-toxische, elektrische Leiterbahnwerkstoffe setzt und für deren Anwendung das Atmosphärendruck-Plasmaverfahren (APPD) zur Herstellung von smarten (funktionalen | leitfähigen | verschleißfesten) Oberflächen im Möbel- und Holzbau angepasst wurde. Insbesondere die Nutzung von Reststoffen aus der Papier- und Holzindustrie sowie Textilien aus Naturfasern zur Herstellung von hochleitfähigen Beschichtungsmaterialien und Nutzung dieser zur Funktionalisierung von Holzwerkstoffen (elektrisch leitend, interaktiv, sensorisch, heizend) sind nationale und internationale Innovationen.

»Durch die biobasierte Elektrik als nachhaltiges Grundkonzept wird das »Erlebnis Natur« auch in hochfunktionalisierten Innenräumen integrierbar«, ist sich Christoph Jocham sicher. »Die entwickelten Materialien und Technologien öffnen vielfältige Anwendungsbereiche im Möbel- | Holzbau, der Innenarchitektur, im Structural Health Monitoring von Windrädern und erweitern dabei die Produktpalette der beteiligten Kooperationspartner«, ergänzt Edith Zikulnig-Rusch. Ihren Dank richtet sie explizit an das siebenköpfige Projektteam sowie an die an diesem Forschungsprojekt beteiligten externen Projektpartner: Joanneum Research Forschungsgesellschaft, R&D Consulting GmbH & Co KG, FRITZ EGGER GmbH & Co. OG, Technoholz Kärnten und INO GmbH sowie Masterstudent Gogula Santhosh Reddy von der Universität Klagenfurt, der eine wireless Kommunikationslösung und das Elektronikdesign zwischen Sensor und anzusteuerndem Element (z.B. LED) entwickelte.