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16. Februar 2026
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KWF-Förderungsangebot wird noch stärker auf Zukunftsthemen ausgerichtet

KWF-Vorstand Roland Waldner und Wirtschafts-Landesrat Sebastian Schuschnig stellten die diesjährigen Förderungsschwerpunkte des Kärntner Wirtschaftsförderungs Fonds vor: Zielgenaue Unterstützung mit Fokus auf KI, Innovation, Export, Energie & Kreislaufwirtschaft, Tourismus.

(KWF-Presseinformation | Klagenfurt am Wörthersee, 17. Feb. 2026)

Im vergangenen Jahr haben Wirtschaftslandesrat Sebastian Schuschnig und KWF-Vorstand Roland Waldner einen umfassenden Reformprozess beim Kärntner Wirtschaftsförderungs Fonds eingeleitet und damit das bisherige Angebot weiterentwickelt und nachgeschärft. Durch diese Neuausrichtung sollen Prozesse vereinfacht, mehr Ressourcen für Wirtschaftstreibende bereitgestellt und das Angebot des KWF für Kärntner Unternehmerinnen und Unternehmer verbessert werden.

»Es braucht eine zielgenaue Wirtschaftspolitik, die für nachhaltige Wertschöpfung im Land sorgt, statt einer größtmöglichen Gießkannenförderung. Daher haben wir gemeinsam mit KWF-Vorstand Roland Waldner daran gearbeitet, die Förderungsprodukte noch stärker an den aktuellen Bedürfnissen unseres Wirtschaftsstandorts und auf Zukunftsthemen auszurichten«, erklärte Schuschnig im Rahmen einer Pressekonferenz. KWF-Vorstand Roland Waldner ergänzt: »Unser Auftrag ist es, gerade KMU die Scheu vor Innovation zu nehmen und die Innovationskraft der Unternehmen – vor allem in einer frühen Phase – zu erhöhen. F&E-intensive Unternehmen sind agiler und resilienter, wachsen schneller, schaffen mehr Arbeitsplätze und stabilisieren die Konjunktur.«

Bereits mit dem Start des neuen Jahres wurden insgesamt 14 Förderungsprodukte für die Wirtschaft geöffnet. Diese haben ein Förderungsvolumen von 36,4 Millionen Euro. Im ersten Quartal setzte man dabei stark auf die Innovationsförderung mit Fokus auf KMU. Man will damit die Kärntner Innovationskraft weiter stärken und den Fokus auf Innovationen in den Betrieben, wie Produkt-, Prozess- oder Designinnovationen, setzen. Ab März startet dafür das KWF-Produkt »PRODUKTION.Invest«.

Parallel dazu wurde ein Paket neuer Förderungsmaßnahmen vorgestellt, die schrittweise bei den Unternehmen ankommen werden. Dieses Paket umfasse die Bereiche digitale Transformation der Wirtschaft & KI, Kreislaufwirtschaft, betriebliche Energieversorgung, Tourismus sowie die Exportwirtschaft. »Wir haben uns angesehen, welche die Zukunftsbereiche sind, bei denen wir verstärkt als Standort in eine führende Position kommen müssen und wo in Zukunft Wertschöpfung stattfindet“, betonte Schuschnig. Vor allem KI ist ein solches Wachstumsfeld, in dem Kärnten stärker werden müsse. Denn dort, wo derzeit Wachstum stattfindet, spielt KI eine entscheidende Rolle. Man werde hier deshalb an das mit der WKK bereits geschnürte Digital-Paket anknüpfen und insbesondere die Anschaffung von KI-Infrastruktur und ihre Implementierung in Unternehmen fördern.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Kreislaufwirtschaft, in der sich Kärnten mit Weltmarktführern messen könne. Dabei geht es nicht nur um Versorgungssicherheit und die Transformation der Energiesysteme, sondern vor allem auch um Wertschöpfung. Mit dem neuen Produkt »Circular.EFRE.Invest« werden daher Maßnahmen zur Dekarbonisierung der eigenen Produktionsprozesse sowie zur Herstellung von Anlagen zur Wiederverwendung oder -verwertung von Stoffen gefördert. Mit Investitionszuschüssen für KMU ab einem Projektvolumen von 300.000 Euro werden betriebliche Vorhaben unterstützt, die auf nachhaltige Produkte, Verfahren und Geschäftsmodelle ausgerichtet sind und einen messbaren Beitrag zur Reduktion des Ressourcenverbrauchs leisten. Es stehen dafür vier Millionen Euro zur Verfügung.

Zudem setzt sich das Team des KWF für eine optimale Ausnützung der EU-Mittel ein, um die heimischen Betriebe bei der Energieversorgung zu unterstützen. „Damit wollen wir Energie- und Netzkosten senken und uns unabhängiger und wettbewerbsfähiger machen«, so Schuschnig. Gefördert werden Unternehmen aller Größen bei der Errichtung von Energiespeichern von mindestens 50 kWh in Verbindung mit einer PV-Anlage und einer Mindestinvestitionssumme von 50.000 Euro. Davon müssen 75 Prozent für den Eigenverbrauch dienen. Gleichzeitig wird ergänzend zur geplanten Tourismusreform auch intensiv daran gearbeitet, betriebliche Investitionen im Kärntner Tourismus zu unterstützen. Eine entsprechende neue Förderschiene soll noch im Frühjahr starten.

Ab dem dritten Quartal werden zudem neue Programme für die Exportwirtschaft vorgestellt. Das Ziel dabei sei es, mehr Unternehmen in den Export zu bekommen und dadurch mehr Märkte zu erschließen und sich als Bundesland zu diversifizieren. Schuschnig betont: „Es ist von höchster Bedeutung, dass wir das Know-how und die Stärken unserer Betriebe auf den Weltmärkten besser positionieren. Mit dieser Förderung wollen wir sie in ihrer strategischen Ausrichtung gezielt unterstützen.“

Neben der Bedeutung der neuen Förderungsprodukte betont Waldner die hohe Relevanz einer strukturierten Förderungspolitik. »Man kann nicht einfach Geld verteilen, es muss auch eine Wirkung haben«, erklärt er. Deshalb plant der KWF, seine Förderungsprodukte laufend zu durchleuchten, um die Wirkung und den Bedarf der Förderungen sichtbar zu machen. »Wir wollen genau wissen, wo ein hoher Bedarf besteht und was die Kärntner Wirtschaft braucht«, so Waldner. Der KWF habe deshalb auch eine Roadmap eingeführt und plane damit die Quartale vor, um zu ermitteln, was wann gebraucht wird. Bedarf und Wirksamkeit müssen dabei aber immer in Relation zum Budget stehen. Insgesamt steht dem KWF für 2026 ein Jahresförderungsbudget von rund 54 Millionen Euro zur Verfügung, mehr als drei Viertel davon für einzelbetriebliche Maßnahmen. 30 Millionen Euro konnten davon aus EU-Mitteln gesichert werden.