Teilnehmerinnen und Teilnehmer beim Erarbeiten von Ideen im Zuge des Moduls Design Thinking des Coachingprogramms Innovations.TALENT

Vom Denken zum Tun

20. April 2026
Teilnehmerinnen und Teilnehmer beim Erarbeiten von Ideen im Zuge des Moduls Design Thinking des Coachingprogramms Innovations.TALENT

Vom Denken zum Tun

20. April 2026

»Open Innovation« beim Coachingprogramm Innovations.TALENT

Am 24. und 28. Apr. 2026 fand im Rahmen des Innovations.Talent das Modul »Open Innovation« von der Theorie offener Innovationsprozesse über einen Workshop bis hin zu Wissens- und Schutzrechtemanagement statt.

Innovationen entstehen heute mehr denn je an den Schnittstellen von Disziplinen, Organisationen und Menschen. Offene Innovationsansätze gewinnen dabei kontinuierlich an Bedeutung. Sie ermöglichen Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Talenten, externes Wissen gezielt zu nutzen und gemeinsam neue Lösungen zu entwickeln. An dieser Schnittstelle setzte das Modul »Open Innovation« im Rahmen des Qualifizierungsprogramms Innovations.Talent des KWF an. Begleitet und betreut wurden alle vier Teile des Moduls von Rita Faullant und Erich Hartlieb.

Ein interaktives Webinar zu den Grundlagen von Open Innovation war der Einstieg in das Modul. Die Teilnehmenden erhielten einen fundierten Überblick über zentrale Konzepte, Modelle und Erfolgsfaktoren offener Innovationsprozesse. Neben theoretischen Einordnungen lag der Fokus insbesondere auf aktuelle Entwicklungen, Best-Practice-Beispiele und die Rolle von Kooperationen, Netzwerken sowie digitalen Plattformen. Ziel war es, ein gemeinsames Verständnis dafür zu schaffen, wie Open Innovation strategisch eingesetzt werden kann, um Innovationspotenziale systematisch zu erschließen.

Die Brücke von der Theorie zur Praxis bildete ein intensiver Workshop. Die theoretischen Grundlagen des Webinars wurden in Präsenz vertieft. Im Mittelpunkt standen Open Innovation in der konkreten Umsetzung sowie das Lead-User-Konzept als wirkungsvolles Instrument zur frühzeitigen Identifikation zukünftiger Markt- und Nutzerbedürfnisse. Anhand von Praxisbeispielen, Diskussionen und Gruppenarbeiten arbeiteten die Teilnehmenden heraus, wie Lead User aktiv in Innovationsprozesse eingebunden werden können und welche organisatorischen Voraussetzungen dafür notwendig sind. Der Workshop bot Raum für Erfahrungsaustausch, kritische Reflexion und die Entwicklung erster eigener Anwendungsideen.

Ein besonderes Highlight stellte die Teilnahme an der Langen Nacht der Forschung im Lakeside Park dar. Hier konnten die Teilnehmenden des Innovations.Talent aktuelle Forschungsprojekte erleben, mit Forschenden ins Gespräch kommen und Einblicke in ein lebendiges Innovations- und Technologienetzwerk gewinnen. Die Veranstaltung unterstrich eindrucksvoll, wie wichtig Offenheit, Dialog und Interaktion zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft für nachhaltige Innovationen sind.

Im Abschluss des Moduls ging es um ein essenzielles und doch oft unterschätztes Thema: »Wissen schützen – Schutzrechtsstrategie, Patentrecht und Markenschutz«. In einem praxisnahen Beitrag erläuterte Wolfgang Dietl, wie Innovationsleistungen rechtlich abgesichert werden können und welche strategischen Überlegungen bei Patenten, Marken und anderen Schutzrechten eine Rolle spielen. Dabei wurde deutlich, dass Open Innovation und Wissensschutz keine Gegensätze sind, sondern sich bei professioneller Herangehensweise sinnvoll ergänzen.

Das Modul »Open Innovation« vermittelte den Teilnehmenden nicht nur Wissen, sondern vor allem Handlungskompetenz und ein vertieftes Verständnis für moderne Innovationsprozesse – eine wertvolle Grundlage für ihre weitere Entwicklung als Innovations.Talent.