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KWF Bilanz 2012:
Mit 44 Mio. EUR an Förderungen ein Investitionsvolumen von 437 Mio. EUR ausgelöst

437 Mio. EUR betrug das Investitionsvolumen, das durch die 821 vom KWF geförderten Projekte der Kärntner Unternehmen ausgelöst wurde. 43,8 Mio. EUR an Förderbarwert* wurden genehmigt. Es wurden Unternehmen mit insgesamt 16.673 bestehenden Arbeitsplätzen unterstützt. Zudem planen die geförderten Unternehmen 1.096 neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Zuge der Projektumsetzung einzustellen.

KWF-Bilanz 2012
Von links nach rechts:
Dr. Klaus Wutte (KWF Kuratoriumsvorsitzender), Mag. Sandra Venus* (KWF Vorstandsvorsitzende) und Mag. Sabrina Schütz-Oberländer (KWF-Vorstand) präsentierten die Ergebnisse des Förderjahres 2012.
Bild (Foto Fritz Press, www.fritzpress.net, Abdruck honorarfrei) in hoher Auflösung herunterladen (JPG, 1 MB)

Nach Fällen stellt weiterhin das Geschäftsfeld »Beratung und Basisförderung« das mit Abstand bedeutendste dar. Mit 530 Förderfällen entfielen knapp zwei Drittel aller Förderfälle auf dieses Geschäftsfeld (8,9 Mio. EUR). Gemessen am Förderbarwert* war das Geschäftsfeld »Technologiefonds Kärnten« (16,9 Mio. EUR) die wichtigste Förderschiene des KWF im Jahr 2012. Auch das Geschäftsfeld »Infrastruktur und Regionalentwicklung« spielte mit 10,7 Mio. EUR eine zentrale Rolle im Fördergeschehen. Das Geschäftsfeld »Unternehmensgründung und Betriebsansiedlung« konnte mit einer Summe von 6,4 Mio. EUR stark erweitert werden, während es im Geschäftsfeld »Restrukturierung und Rettungsbeihilfen« nur drei Fälle gab (0,8 Mio. EUR).

Entsprechend der Kärntner Wirtschaftsstruktur richtet sich das Förderangebot des KWF primär an Kleinst-*, Klein- und Mittelunternehmen* (KMU*): Mit rund 34 Mio. EUR entfielen 82 % des Förderbarwert*s – bezogen auf Einzelunternehmen – auf diese Unternehmensgröße. Die Förderung von zwölf Großunternehmen* mit insgesamt 7,3 Mio. EUR zeigt, dass mit 18 % der monetären Mittel (bezogen auf Einzelunternehmen) fast die Hälfte (7.302 | 44 %) der insgesamt 16.673 bestehenden Arbeitsplätze abgesichert werden konnte.

Umgerechnet beträgt die Förderung je Arbeitsplatz bei Großunternehmen* 1.003,- EUR, bei Kleinunternehmen* das Fünf- (5.049,-EUR) und bei Kleinstunternehmen* das mehr als Sechsfache (6.619,- EUR). Der KWF hat im Hinblick auf die neue EU-Programmperiode, die aktuell die Einstellung von Investitionsförderungen an Großunternehmen* ab 2014 vorsieht, gegen dieses Vorhaben Einspruch erhoben und beruft sich dabei unter anderem auf die Ergebnisse einer IHS-Evaluierung, die die positiven wirtschaftlichen Effekte von Förderungen an Großunternehmen* – gerade in benachteiligten Regionen – eindrucksvoll untermauert.

Bei den Förderungen nach Sektoren war die dritte Ausschreibung zur »Tourismus Qualitätsoffensive« mit 101 Einreichungen sehr erfolgreich und sorgte dafür, dass 38 % der Fördermittel (16,7 Mio. EUR) dem »Tourismus« zu Gute kamen. Damit wurde ein Investitionsvolumen von 169 Mio. EUR ausgelöst. Dahinter folgen mit 27 % die »Industrie« (11,7 Mio. EUR Barwert* | 180 Mio. EUR Investitionsvolumen), »Sonstige« (build! Gründerzentrum, Alpen-Adria-Universität, EAK, CTR, Lakeside-Labs, K-Wood, etc.) mit einem Barwert* von 9,8 Mio. EUR (22 %) und einem Investitionsvolumen von 36,7 Mio. EUR. Die meisten Förderfälle (250 | 30 %) – bedingt durch die Förderaktion »Kleinstunternehmen*« – verzeichnete das »Gewerbe«: Mit einem Förderbarwert* von 5,1 Mio. EUR (12 %) wurden Investitionen von 46,5 Mio. EUR initiiert.

Über den im Jahr 1999 beim KWF eingerichteten »Technologiefonds Kärnten« wurden seit seinem Bestehen rund 227 Mio. EUR seitens des KWF in die Entwicklung Kärntens als Hightech-Standort investiert. Das dadurch ausgelöste Investitionsvolumen seitens der Unternehmen zur Modernisierung Kärntens beträgt 2,5 Mrd. EUR. Der insbesondere auf die Steigerung der Innovationsfähigkeit der Kärntner Wirtschaft abzielende Fonds konnte 2012 bei 144 Fällen 16,9 Mio. EUR der Mittel binden (+ 27 % im 4-Jahres-Vergleich), wodurch 11.285 Arbeitsplätze gesichert und 494 neu geschaffen wurden beziehungsweise werden.

Bei der Akquisition von Bundesfördermittel konnte Kärnten trotz verschärfter Rahmenbedingungen deutlich zulegen: Die insgesamt 35,7 Mio. EUR bedeuten ein Plus von 24 % zum Vorjahr. Die Förderungen seitens der FFG* Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft und KPC* Kommunalkredit Austria (Umweltförderungen) nahmen zu, die aws (Austria Wirtschaftsservice) Förderungen blieben konstant, jene der ÖHT* Österreichische Hotel- und Tourismusbank waren rückläufig.

Im Bereich der EU-Fördermittel konnten im Rahmen des Ziel 2-Programms Teil »EFRE* Regionale Wettbewerbsfähigkeit 2007-2013« bis Jahresende insgesamt 181 Projekte mit 42,4 Mio. EUR an EU- und 45,4 Mio. EUR an nationalen Fördermitteln genehmigt werden. Das durch diese Projekte ausgelöste Investitionsvolumen beläuft sich auf 477,4 Mio. EUR. Sehr erfreulich entwickelte sich auch die Mittelbindung im Rahmen der Ziel 3-Programme »Europäische Territoriale Kooperation | INTERREG IV 20007-2013« mit Slowenien und Italien. Bei den grenzüberschreitenden Projekten zwischen Österreich – mit Kärntner Beteiligung – und Slowenien sind fast 100 % der bis Ende 2013 zur Verfügung stehenden Mittel gebunden, bei den Projekten mit Italien sind es 98 %.

Ausblick: siehe Presseinformation vom 29. März 2013

Weitere Informationen:
Barwert | Subventionsäquivalent

Das EU-Wettbewerbsrecht verlangt die Umrechnung jeder Förderung in ihren Wert bezogen auf den Zeitpunkt des Beginns des geförderten Projekts. Dieser rechnerische Wert heißt Förderbarwert oder (Brutto) Subventionsäquivalent. Ein Zuschuss hat einen Förderbarwert von 100%. Bei geförderten Krediten und|oder Haftungen wird der Zinsvorteil gegenüber den marktüblichen Konditionen in einen Barwert umgerechnet (im Wege der Abzinsung ermittelter Gegenwartswert der Förderung).

ETZ

Das Ziel »Europäische Territoriale Zusammenarbeit« sieht Kooperationen zwischen Projektträgerinnen und Projektträgern einzelner Regionen zweier EU-Mitgliedsstaaten als Mittel für den Zusammenhalt innerhalb der EU vor. INTERREG V ist ein Teil dieser EU-Initiative.

Förderbarwert

Das EU-Wettbewerbsrecht verlangt die Umrechnung jeder Förderung in ihren Wert bezogen auf den Zeitpunkt des Beginns des geförderten Projekts. Dieser rechnerische Wert heißt Förderbarwert oder (Brutto) Subventionsäquivalent. Ein Zuschuss hat einen Förderbarwert von 100%. Bei geförderten Krediten und|oder Haftungen wird der Zinsvorteil gegenüber den marktüblichen Konditionen in einen Barwert umgerechnet (im Wege der Abzinsung ermittelter Gegenwartswert der Förderung).

Mag. Sandra Venus

venus@kwf.at

(0463) 55 800-0

Kleinstunternehmen

bis 9 Mitarbeiter und bis 2 Mio. EUR Bilanzsumme oder Umsatz
weitere Informationen über KMU

KMU:
Kleine und Mittlere Unternehmen
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Großunternehmen

Ist ein Unternehmen, das mehr als 249 Mitarbeiter beschäftigt und eine Bilanzsumme über 43 Mio. EUR oder einen Umsatz über 50 Mio. EUR aufweist.

Klein- und Mittelunternehmen

10 bis 249 Mitarbeiter und bis 43 Mio. EUR Bilanzsumme oder bis 50 Mio. EUR Umsatz
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Kleinstunternehmen

bis 9 Mitarbeiter und bis 2 Mio. EUR Bilanzsumme oder Umsatz
weitere Informationen über KMU

Kleinunternehmen

10 bis 49 Mitarbeiter und bis 10 Mio. EUR Bilanzsumme oder Umsatz
weitere Informationen über KMU

aws Austria Wirtschaftsservice GmbH
Weitere Informationen:

aws- Internetauftritt

ESF

= Europäischer Sozialfonds. Der ESF stellt Finanzierungshilfen für Projekte in den Bereichen Beschäftigung (Schwerpunkt im Bereich der Gleichstellung und ältere Beschäftigte), Armutsbekämpfung (»working poor«) sowie Bildung und Lebenslanges Lernen zur Verfügung.
Die Website des ESF besuchen.

KPC Kommunalcredit Public Consulting GmbH
Weitere Informationen:

KPC-Internetauftritt

ÖHT Österreichische Hotel- und Tourismusbank GmbH
Weitere Informationen:

ÖHT- Internetauftritt

FFG Österreichische Forschungs-
förderungsgesellschaft m.b.H.
Weitere Informationen:

FFG- Internetauftritt

EFRE

Europäischer Fonds für Regionale Entwicklung. Der EFRE zielt darauf ab, den wirtschaftlichen, sozialen und territorialen Zusammenhalt in Europa zu fördern und die Unterschiede im Entwicklungsstand der Regionen zu verringern. Die Ziele des EFRE 2014-2020 sind »Investitionen in Wachstum und Beschäftigung« und »Europäische Territoriale Zusammenarbeit«. Die EU-Förderungen in diesen beiden Zielen werden in Operationellen Programmen festgelegt.

EFRE


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