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Positives Beschäftigungswachstum trotz schwieriger Umfeldbedingungen im Jahr 2012 - Stagnation bis leicht wachsende Beschäftigung 2013

Die vom Joanneum Research Policies im Auftrag des KWF erstellte Herbstprognose im Rahmen von WIBIS weist für 2012 für Kärnten ein Beschäftigungswachstum von 0,8 % aus, für 2013 eines von 0,3 %.
KWF und Joanneum Presseinformation, 20. November 2012

Die positive Beschäftigungsdynamik setzt sich im Jahr 2012 trotz eines schwachen konjunkturellen Umfeldes fort. Die Zahl der Kärntner Beschäftigten stieg in den ersten zehn Monaten 2012 um +0,9 % gegenüber dem Vorjahr (Österreich: +1,5 %). Allerdings zeigt sich eine klar rückläufige Wachstumsdynamik. Der für das zweite Halbjahr 2012 erwartete Aufschwung bleibt aus. Das Beschäftigungswachstum in Kärnten lag zuletzt bei +0,2 % (September und Oktober 2012).

Bildunterschrift: Von links nach rechts: Dir. Mag. Wolfgang Polt, JOANNEUM RESEARCH POLICIES - Zentrum für Wirtschafts- u. Innovationsforschung | Dr. Erhard Juritsch, KWF Vorstand Foto zur kostenfreien Verwendung (JPG, 822 KB) herunterladen (©KWF/FritzPress)
Von links nach rechts: Dir. Mag. Wolfgang Polt, JOANNEUM RESEARCH POLICIES - Zentrum für Wirtschafts- u. Innovationsforschung | Dr. Erhard Juritsch*, KWF Vorstand
Foto zur kostenfreien Verwendung (JPG, 822 KB) herunterladen (©KWF/FritzPress)

Die Herbstprognose geht davon aus, dass sich das Beschäftigungswachstum in Kärnten für das Gesamtjahr 2012 auf +0,8 % bzw. rund +1.600 Stellen belaufen wird. Die Zahl der Aktivbeschäftigten wird 2012 auf rund 201.100 Beschäftigungsverhältnisse steigen.

Für das Jahr 2013 haben sich die Wachstumsaussichten deutlich verringert. Die Eurokrise belastet die internationalen Finanzmärkte. Ein Aufschwung wird laut aktuellen Prognosen frühestens für das zweite Halbjahr 2013 erwartet. Die Schätzungen für das Wachstum des realen Bruttoinlandsprodukts Österreichs 2013 wurden reduziert.

In der Beschäftigungsentwicklung wie in der Entwicklung der Auftragsbestände zeigt sich eine klare Wachstumsdifferenz zwischen Kärnten und dem gesamtösterreichischen Schnitt. Diese liegt zum Teil darin begründet, dass Kärnten als exportorientiertes Bundesland relativ stärker hin zu den südeuropäischen Exportmärkten - allen voran Italien - orientiert ist, die 2012 und 2013 eine negative Wirtschaftsentwicklung aufweisen.

Die Herbstprognose geht für Kärnten für 2013 von einem Beschäftigungswachstum von +0,3 % bzw. +600 Stellen im Jahresdurchschnitt aus (Österreich: +0,9 %). Die Erwartungen der Frühjahrsprognose (+0,8 % bzw. +1.700 Stellen) mussten für Kärnten deutlich nach unten korrigiert werden.

Die Kernbranchen des Kärntner Produktionssektors wachsen nach dem hohen Beschäftigungswachstum 2011 nun deutlich langsamer. Die Wachstumsdynamik wird sich 2013 weiter verringern. Der Großteil der zusätzlichen Stellen entfällt mit rund +1.270 heuer und +500 im kommenden Jahr auf den Dienstleistungssektor.

Auf den Produktionssektor entfallen 2012 in Summe +290 neue Stellen, 2013 rund +100 neue Stellen. Hier wachsen in erster Linie der Handel, der öffentliche Bereich mit dem Gesundheits- und Sozialwesen, die erweiterten Wirtschaftsdienste sowie der Tourismus. Die kurzfristig reagierenden Komponenten der Beschäftigungsentwicklung – vor allem im Bereich der Arbeitskräfteverleiher – lassen sich jedoch vor dem Hintergrund der derzeit herrschenden Unsicherheit nur schwer abschätzen.

Im Falle weiterer Turbulenzen kann das Beschäftigungswachstum im Jahr 2013 durchaus unter den aus heutiger Sicht prognostizieren Werten liegen.

Die Beschäftigungsprognose für Kärnten und Österreich nach Branchenaggregaten erscheint halbjährlich im Rahmen des Wirtschaftspolitischen Berichts- und Informationssystems (WIBIS | www.kwf.at/wibis) Kärnten. Der Prognosezeitraum umfasst das jeweils laufende und das darauf folgende Kalenderjahr. Das Projekt wird von JOANNEUM RESEARCH POLICIES im Auftrag des KWF durchgeführt.

Weitere Informationen:
ETZ

Das Ziel »Europäische Territoriale Zusammenarbeit« sieht Kooperationen zwischen Projektträgerinnen und Projektträgern einzelner Regionen zweier EU-Mitgliedsstaaten als Mittel für den Zusammenhalt innerhalb der EU vor. INTERREG V ist ein Teil dieser EU-Initiative.

Dr. Erhard Juritsch

juritsch@kwf.at

(0463) 55 800-0

EFRE


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