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Wirtschaftlicher Optimismus in Kärnten bleibt bestehen – Positives Beschäftigungswachstum 2012 und 2013

Wirtschaftsmonitor des Instituts für Strategieanalysen und JOANNEUM RESEARCH zeigt Optimismus bei den Unternehmen und große Investitionsbereitschaft
KWF Presseinformation, 21. Juni 2012

Von links nach rechts: Dir. Mag. Wolfgang Polt, Joanneum Research Forschungsges.m.b.H., POLICIES - Zentrum für Wirtschafts- u. Innovationsforschung | Dr. Erhard Juritsch, KWF Vorstand | Dr. Peter Filzmaier, Institut für Strategieanalysen
Von links nach rechts: Dir. Mag. Wolfgang Polt, Joanneum Research Forschungsges.m.b.H., POLICIES - Zentrum für Wirtschafts- u. Innovationsforschung | Dr. Erhard Juritsch*, KWF Vorstand | Dr. Peter Filzmaier, Institut für Strategieanalysen
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Die Stimmung unter Kärntens Unternehmern bleibt konstant positiv: Rund 70 Prozent sind mit der wirtschaftlichen Situation ihres Betriebs zufrieden, nur elf Prozent schätzen die gegenwärtige Geschäftslage als schlecht ein. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Welle des Wirtschaftsmonitors Kärnten, die das Institut für Strategieanalysen und JOANNEUM RESEARCH mit Unterstützung des Kärntner Wirtschaftsförderungs Fonds (KWF) durchgeführt haben. Für das nächste halbe Jahr erwarten knapp 90 Prozent eine konstante bis bessere Entwicklung der Geschäftslage, auch der Mitarbeiterstand dürfte nach Angaben der Unternehmer großteils gleich bleiben oder sogar ausgebaut werden.

»Die Kärntner Unternehmer sind sowohl mit der aktuellen Lage als auch dem Ausblick auf die nächsten Monate überwiegend zufrieden, wobei sich die andauernde Auseinandersetzung mit den wirtschaftlichen Problemen in Europa derzeit nicht negativ auswirkt«, sagt Projektleiter und Politikwissenschafter Peter Filzmaier vom Institut für Strategieanalysen (ISA). Probleme gebe es allerdings bei qualifizierten Mitarbeitern: »Vier von fünf befragten Unternehmern sind der Meinung, dass es zu wenig qualifiziertes Personal in Kärnten gebe, wobei vor allem Facharbeiter, Lehrlinge und Ingenieure vermisst werden«.

Zu vergleichbaren Ergebnissen kommt das Zentrum für Wirtschafts- und Innovationsforschung der JOANNEUM RESEARCH in ihrer Frühjahrsprognose. »Die Zahl der Kärntner Beschäftigten wird trotz des schwierigen konjunkturellen Umfeldes in Kärnten 2012 weiter wachsen. Wir gehen davon aus, dass das Beschäftigungswachstum im Jahresschnitt heuer 1,0 % und 2013 0,8 % betragen wird«, so Zentrumsdirektor Wolfgang Polt. Alle Prognosen stehen natürlich unter dem Vorbehalt keines dramatischen Einbruchs der europäischen Wirtschaft.

Die europäische Wirtschaft befindet sich derzeit in einer Wachstumsschwäche. Im 4. Quartal 2011 ging das saison- und arbeitstagbereinigte reale Bruttoinlandsprodukt in der EU-27 sowie im Euroraum leicht zurück. Auch Österreich war davon betroffen. Die Wachstumsschwäche sollte Mitte dieses Jahres überwunden sein und die gesamtwirtschaftliche Entwicklung deutlich an Dynamik gewinnen. Dennoch wird erwartet, dass das Anziehen der Konjunktur 2012 vor dem Hintergrund eines klaren bereits stattgefundenen Kapazitätsaufbaus in Sachanlagen und Beschäftigung 2011 weniger beschäftigungswirksam ausfallen wird – die momentane Beschäftigungsdynamik wird im verbleibenden Wirtschaftsjahr gehalten werden.

Produktionssektor und Dienstleistungssektor werden 2012 und 2013 in etwa eine gleich hohe Beschäftigungsdynamik ausweisen. Die Kernbranchen des Kärntner Produktionssektors wachsen nach dem hohen Beschäftigungswachstum 2011 nun deutlich langsamer. Der Großteil der zusätzlichen Stellen entfällt mit rund +1.470 heuer und +1.200 im kommenden Jahr jedoch auf den Dienstleistungssektor. Hier wachsen in erster Linie der Handel, der Öffentliche Bereich mit dem Gesundheits- und Sozialwesen sowie die erweiterten Wirtschaftsdienste mit den Arbeitskräfteüberlassern. Die kurzfristig reagierenden Komponenten der Beschäftigungsentwicklung – vor allem im Bereich der Arbeitskräfteüberlasser – lässt sich jedoch vor dem Hintergrund der derzeit herrschenden Unsicherheit nur schwer abschätzen. Im Falle weiterer Turbulenzen kann das Beschäftigungswachstum im Jahr 2012 durchaus unter den aus heutiger Sicht prognostizierten Werten liegen.

Die Kärntner Wirtschaftstreibenden zeigen auch eine große Investitionsbereitschaft: Rund 80 Prozent haben bereits 2011 in ihr Unternehmen investiert, knapp drei Viertel planen dies auch 2012. Ziele sind vor allem die Erhöhung der eigenen Konkurrenzfähigkeit und eine Verbesserung der Wirtschaftlichkeit der Produktion. Relativ gut werden in diesem Zusammenhang die vorhandenen Förderungen bewertet: Rund zwei Drittel der Unternehmer, die bereits einmal eine solche Förderung in Anspruch genommen haben, bezeichnen deren Höhe als gut oder zumindest ausreichend.

Der Wirtschaftsmonitor Kärnten erhebt seit 2010 Meinungen und Einstellungen von Kärntner Unternehmern zu ökonomischen Fragen. In der aktuellen Welle wurden rund 300 Wirtschaftstreibende online befragt, die Befragung fand von 3. Mai 2012 bis 14. Juni 2012 statt. Das Projekt wird vom Institut für Strategieanalysen und JOANNEUM RESEARCH durchgeführt und vom Kärntner Wirtschaftsförderungs Fonds (KWF) unterstützt.

Die Beschäftigungsprognose für Kärnten und Österreich nach Branchenaggregaten erscheint halbjährlich im Rahmen des Wirtschaftspolitischen Berichts- und Informationssystems (WIBIS | www.kwf.at/wibis) Kärnten. Der Prognosezeitraum umfasst das jeweils laufende und das darauf folgende Kalenderjahr. Das Projekt wird von JOANNEUM RESEARCH im Auftrag des KWF durchgeführt.

Weitere Informationen:
Dr. Erhard Juritsch

juritsch@kwf.at

(0463) 55 800-0

ETZ

Das Ziel »Europäische Territoriale Zusammenarbeit« sieht Kooperationen zwischen Projektträgerinnen und Projektträgern einzelner Regionen zweier EU-Mitgliedsstaaten als Mittel für den Zusammenhalt innerhalb der EU vor. INTERREG V ist ein Teil dieser EU-Initiative.

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