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HOS-Technik besetzt eine weltweite Marktnische

HOS Technik, Chemiebetrieb Foto Copyright by Johannes Puch www.johannespuch.at

Im Industriegebiet von St. Stefan im Lavanttal sind die Produktionsstätte, das Labor und das Verwaltungsgebäude der HOS Technik im Gelände verstreut. Bei solchem Anblick ist es schwierig zu erkennen, um welches Unternehmen es sich dabei handelt. Auch beim Betreten der Gebäude wird man auf den ersten Blick nicht unbedingt klüger. Umso mehr wird die Betriebsbesichtigung, unter der fachkundigen Begleitung vom technischen Direktor Dr. Hojat Karimi, zu einer wahren Offenbarung: Die HOS Technik ist ein kleines, aber höchst erfolgreiches Chemieunternehmen! Produziert werden hier chemische Additive (Zusatzstoffe), die am Verbundwerkstoff-Markt sowie in der Reifen- und Kosmetikerzeugung Verwendung finden.

Es war vom Geschäftsführer und Eigentümer Herrn Mag. Heinz Schwarzl ein mutiger Schritt, als er sich vor 20 Jahren für die Selbständigkeit in der Chemiebranche entschied. Denn einfach zu bedienen war diese schon damals nicht. Aber er hat es gemeinsam mit seinem Chefchemiker geschafft. Mittlerweile beliefert er weltweit und sehr erfolgreich eine Marktnische. »Am Anfang war es eine sehr harte Arbeit«, betont Hojat Karimi, bei dem man spürt, dass er für seine Arbeit lebt. Das firmeneigene Labor schaut zwar aus wie ein Chemiesaal in der Schule, versprüht aber eine Experimentierlust, dass man die Augen von den Proben und Reagenzgläschen gar nicht mehr abwendet: man könnte ja etwas Spannendes versäumen.

Unternehmensbesuche  auf der ganzen Welt und das Gespür für Marktchancen sind vermutlich nur zwei Bestandteile des Erfolgsrezeptes von HOS.

»Es dauert bis zu 20.000 (!) Stunden bis Kunden geprüft haben, ob wir ihre Ansprüche in puncto thermische Beständigkeit erfüllen«, so der technische Direktor.

Das Thema Industrie 4.0, das für dieses Unternehmen konkret eine verstärkte computergestützte Produktion bedeutet, hat – wie man fälschlicherweise meinen könnte – keinen Personalabbau zur Folge und auch keine große Umschulung. Überhaupt wirken – und das bestätigt Herr Dr. Karimi, der als gebürtiger Iraner bereits seit 20 Jahren bei HOS arbeitet, mit Stolz  – die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter äußerst engagiert und zufrieden. Sie alle sind aus der unmittelbaren Umgebung und die meisten schon viele Jahre bei HOS beschäftigt.

Über Rückschläge weiß der technische Direktor kaum zu berichten – dafür gab es zu wenige. Möglicherweise hätte man, wenn man die Geschäftsentwicklung vorausgesehen hätte, eine Abbauanlage früher angeschafft und sich damit einiges an Entsorgungskosten gespart. Aber es war immer schon ein Grundsatz der Geschäftsleitung, mit den Investitionen nicht zu übertreiben. »Gewisse Versuche müssen öfter gemacht werden, bis etwas gelingt und einiges klappt sofort.« Mit dieser grundlegenden Geduld eines Chemikers in Kombination mit dem wirklich vorbildhaften Unternehmergeist von Herrn Mag. Schwarzl entstand eine Formel, mit der bisher und hoffentlich noch weiterhin erfolgreich Unternehmensgeschichte geschrieben wird.

 

 

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