Interreg Programme

Grenzüberschreitende ETZ-Programme

Die grenzüberschreitenden Förderprogramme innerhalb der Europäischen Territorialen Zusammenarbeit (ETZ) fördern die verbesserte Zusammenarbeit benachbarter Staaten | Regionen. Sie zielen auf die gemeinsame Bewältigung von Herausforderungen in den jeweiligen Grenzregionen ab und tragen dazu bei, einen gemeinsamen Wirtschafts-, Natur- und Lebensraum über die Ländergrenzen zu gestalten. Kärnten ist an den beiden INTERREG VA-Programmen Italien-Österreich und Slowenien-Österreich beteiligt.

Der KWF in seiner Eigenschaft als Regionale Behörde bzw. Koordinierungsstelle steht Projektträgerinnen und Projektträgern aus Kärnten als Anlaufstelle zur Verfügung. Zusätzlich prüft er auf Basis eines Antrags Projektvorhaben hinsichtlich ihrer Förderungswürdigkeit für eine regionale Kofinanzierung und ihrer Wettbewerbsrelevanz. Die Begutachtung des Gesamtprojekts (Projektkonsortiums) erfolgt von den Technischen Sekretariaten in Slowenien bzw. Italien. Basierend auf einer Rangliste entscheiden die jeweiligen bilateralen Ausschüsse über die Genehmigung von Projekten.

Interreg Programm Italien–Österreich

Sechs Regionen, ein Ziel!

Im Rahmen des Programms wird die grenzüberschreitende Zusammenarbeit im italienisch-österreichischen Grenzgebiet zur Verbesserung der Lebensqualität und Wettbewerbsfähigkeit unterstützt. Das Programmgebiet für die Förderperioden 2014-20 und 2021-2027 schließt folgende NUTS 3 Regionen ein:

  • In Italien: Bolzano-Bozen, Belluno, Vicenza, Treviso, Pordenone, Udine, Görz, Triest
  • In Österreich: Klagenfurt, Villach, Unterkärnten, Oberkärnten, Lungau, Pinzgau-Pongau, Salzburg und Umgebung, Innsbruck, Tiroler Oberland, Tiroler Unterland, Außerfern, und Osttirol

Kooperationsgebiet:

 

Das Programm richtet sich in erster Linie auf Projektaktivitäten und damit Projektträger mit Sitz im Programmgebiet. Entscheidend ist aber der Mehrwert der Projekte für die Programmregion, so dass die Einbeziehung zusätzlicher Projektpartner aus Gebieten außerhalb der Programmregion möglich ist.

Entdecken Sie die vom KWF betreuten Projekte mit Kärntner Beteiligung! Eine Liste aller vom Programm unterstützten Projekte finden Sie auf der Programmwebsite.

Die Förderperiode 2014-2020

Das Kooperationsprogramm Interreg VA Italien–Österreich für die Förderungsperiode 2014–2020 wurde am 30. November 2015 von der Europäischen Kommission genehmigt. Seitdem wurden die zur Verfügung stehenden EFRE-Mittel iHv insgesamt rund 82 Millionen Euro für die Entwicklung des Grenzraums investiert und damit ausgeschöpft. Das Programm läuft aber bis Ende 2023 und einige Projekte sind noch im Gange.

Die neue Förderperiode 2021-2027

Das neue Kooperationsprogramm Interreg VI-A 2021-2027 Italien-Österreich wurde am 16. Juni 2022 von der Europäischen Kommission genehmigt: Das Programm sowie die darauf bezogene Dokumentation stehen auf der Website des Programms zur Verfügung. Mit einem Gesamtbudget in der Höhe von 97.489 EUR bzw. mit 73.072 EUR EFRE werden italienische-österreichische Kooperationsprojekte im Grenzgebiet unterstutzt.

Wie in der Förderperiode 2014-2020 zielt das Programm auf eine geographisch ausgewogene, nachhaltige, inklusive und intelligente Entwicklung des italienisch-österreichischen Grenzraums ab. Herausforderungen und Potenziale des italienisch-österreichischen Grenzgebiets haben sich aber innerhalb der letzten Jahre im Lichte der Digitalisierung, des Biodiversitätsverlustes, des Klima- und demographischen Wandels sowie der COVID Pandemie verändert.

Das neue Kooperationsprogramm zeichnet sich daher durch eine weiterbestehende bzw. eigenständige Priorität >> Forschung und Innovation <<, einen stärkeren Fokus auf Umweltschutz und die Anpassung an die Folgen des Klimawandels sowie die fortgesetzte Anwendung des CLLD Ansatzes – Regionalentwicklung auf lokaler Ebene – aus. Darüber hinaus sind die stärkere thematische Konzentration und thematische Verflechtung zwischen geplanten Maßnahmen zwecks Synergien hervorzuheben. Digitalisierung, nachhaltige Entwicklung und soziale Eingliederung werden als horizontale Themen in allen Prioritätsachsen unterstützt.

Weitere Informationen über das Kooperationsprogramm, Aufrufe und EFRE-Zuschüsse werden auf der Website des Programms sowie auf sozialen Medien zur Verfügung gestellt. Weiters können die Projektträger zusätzlich zu Informationen und Betreuung eine finanzielle Unterstützung bzw. eine regionale Kofinanzierung seitens KWF bzw. Amt der Kärntner Landesregierung bekommen.

Der erste Aufruf bzgl. Achse 4 – lokale Entwicklung | CLLD wurde am 23.02.2022 geöffnet. Die Frist für die Einreichung der Anträge ist der 30.09.2022.

Interreg Programm  Slowenien–Österreich

Für eine bessere Zukunft!

Im Rahmen des Programms wird die grenzüberschreitende Zusammenarbeit im slowenischen-österreichischen Grenzgebiet zur ausgewogenen Entwicklung der beteiligten Regionen bzw. zur bestmöglichen Nutzung der lokalen natürlichen, wirtschaftlichen und sozialen Gegebenheiten gefördert.

Das Programmgebiet für die Förderperioden 2014-20 und 2021-2027 schließt folgende NUTS 3 Regionen ein:

  • In Slowenien: Gorenjska, Koroška, Savinjska, Podravska, Pomurska, Osrednjeslovenska, Goriška und Zasavska
  • In Österreich: Oststeiermark, West- und Südsteiermark, Graz, Östliche Obersteiermark, Westliche Obersteiermark, Unterkärnten, Klagenfurt-Villach, Oberkärnten und das Südburgenland

Kooperationsgebiet:

 

Das Programm richtet sich in erster Linie auf Projektaktivitäten und damit Projektträger mit Sitz im Programmgebiet. Entscheidend ist aber der Mehrwert der Projekte für die Programmregion, so dass die Einbeziehung zusätzlicher Projektpartner aus Gebieten außerhalb der Programmregion in begründeten Fällen möglich ist.

Entdecken Sie die vom KWF betreuten Projekte mit Kärntner Beteiligung! Eine Liste aller vom Programm unterstützten Projekte finden Sie auf der Programmwebsite.

Die Förderperiode 2014-2020

Das Kooperationsprogramm Interreg VA Slowenien–Österreich für die Förderungsperiode 2014–2020 wurde am 16. September 2015 von der Europäischen Kommission genehmigt. Seitdem wurden mittels sukzessiver Aufrufe die zur Verfügung stehenden 47.988.355 EUR EFRE ausgeschöpft. Die Umsetzung unterstützter Projekte dauert aber bis Ende 2022.

Die neue Förderperiode 2021-2027

Das neue Kooperationsprogramm Interreg VI-A 2021-2027 Slowenien-Österreich wurde am 16.05.2022 von der Europäischen Kommission genehmigt Das Programm sowie die darauf bezogene Dokumentation stehen auf der Website des Programms zur Verfügung. Mit einem Gesamtbudget in der Höhe von 57.307.747,52 EUR bzw. mit 45.846.198,00 EUR EFRE werden slowenisch-österreichische Kooperationsprojekte im Grenzgebiet unterstutzt.

Aufbauend auf die Erfahrung und Ergebnisse der 2014-2020 Förderperiode wird dem Zusammenhalt und der ausgewogenen Entwicklung des Grenzgebiets unter Berücksichtigung der Folgen der COVID-19 Pandemie weiter unterstützt. Themen wie vor allem nachhaltige Entwicklung werden mit einem stärkeren Fokus des Programms auf die Kreislaufwirtschaft, nachhaltiger Tourismus aber auch die Digitalisierung zwecks Innovation in den Vordergrund gestellt.

Der Bedarf an grenzüberschreitender Kooperation auf kleinräumiger und bürgernaher Ebene wird außerdem durch kleine Projekte gedeckt. Solche Projekte, deren Gesamtbudget weniger als 20.000 EUR beträgt, bieten die Möglichkeit einen breiteren Kreis von begünstigten zur Erreichung der Programmziele einzubeziehen – Schule, Vereine usw., und tragen dazu bei, Vertrauens-, Bewusstseinsbildung und damit die Zivilgesellschaft zu verstärken.

Zur Gewährleistung der Hebelwirkung des Programms wurde einerseits eine limitierte Anzahl von spezifischen Zielen festgelegt, andererseits die Verflechtung zwischen denen erhöht. Als Neuerungen der neuen Förderperiode könnten aber auch vereinfachte Kostenoptionen zur zügigeren Rückerstattung der förderfähigen Kosten hervorgehoben werden, da damit ein Paradigmenwechsel erfolgt. Die Logik einer Prüfung aller entstandenen Kosten wandelt sich ein Schritt weiter in eine Ergebnisorientierte bzw. basierte Deckung förderfähiger Kosten. Als Gegenleistung werden eine sorgfältige Projektplanung und Verfassung der Anträge an Bedeutung gewinnen, da die Genehmigung grenzüberschreitender Projekte immer mehr auf Mehrwert anstatt Wert basiert.

Weitere Informationen über das Kooperationsprogramm, Aufrufe und EFRE-Zuschüsse werden auf der Website des Programms sowie auf sozialen Medien zur Verfügung gestellt. Weiters können Projekte eine zusätzliche finanzielle Unterstützung bzw. eine regionale Kofinanzierung seitens KWF bzw. Amt der Kärntner Landesregierung bekommen.

Ansprechperson

Marion Simon | EU Koordination und INTERREG
marion.simon@kwf.at
0463 55 800-22