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Zukunftsfähigkeit entsteht durch Innovation

Das Programm des »KWF-Innovationsassistent« orientiert sich an Projekten, die gemeinsam analysiert, bearbeitet und umgesetzt werden. (c) Johannes Puch

KWF-Innovationsassistent

Auf einer Basis aufbauen

Kärnten verzeichnet eine starke Dynamik durch Investitionen und Wachstumsprozesse von Schlüsselunternehmen. Die Unternehmenslandschaft ist in der Elektronikfertigung mit starkem Bezug zu den Anwendungsfeldern Mobilität, Gesundheit, Energie und Umwelt ausgeprägt. Weiters verfügt Kärnten über eine interessante, spezialisierte und ausbaufähige Zulieferlandschaft mit vielen sehr erfolgreichen KMU (etwa im Bereich Reinraumtechnologien).

Das wohl wichtigste Asset einer fortschrittlichen Region ist eine funktionierende Kooperationskultur. Funktionierend im Sinne von  lebendig, selbstorganisiert und allgegenwärtig. In Kärnten entwickelt sich eine solche Kultur langsam aber stetig. Vor allem in Zeiten von Abstand, Lockdown und Krise muss diese mehr denn je zuvor aufrechterhalten werden. Dieses kooperative Mindset ist auch der entscheidende Faktor, dass die in den letzten Jahren und Jahrzehnten entstandenen Wissens-, Bildungs- und Transferstrukturen angemessen zur Wirkung kommen. In der komplexesten und schnelllebigsten Zeit der Wirtschaftsgeschichte wird es für Einzelne schwieriger, Lösungen für  globale Herausforderungen zu liefern – es braucht das Kollektiv um erfolgreich zu sein. Auf regionaler Ebene sind Innovation und Zusammenarbeit, welche die Attraktivität und die Zukunftsfähigkeit eines Standorts bestimmen, von hoher Bedeutung um jungen Menschen ein attraktives Betätigungsfeld bieten zu können.

Die FTI-Politik ist angehalten, die Wettbewerbsfähigkeit der etablierten Unternehmen mit mittlerer und mittel-hoher Technologieintensität abzusichern. Ziel ist es, dass sich die Basis erweitert, und  auch der Strukturwandel in Richtung Wissensintensität stärker unterstützt wird. Änderungen der Geschäftsmodelle im Tourismus und im Handel sowie in Gewerbe und Handwerk (Stichwort: Digitalisierung) brauchen adäquate Bildungsangebote. Der Brain-Drain (=Abwanderung von jungen hochqualifizierten Personen, die primär zu tertiären Ausbildungszwecken das Bundesland verlassen) gilt in Kärnten aktuell als eine ernstzunehmende Entwicklung, da dieses Humanpotential der künftige Motor für Innovation und Veränderung und somit der Zukunftsfähigkeit Kärntens ist.

 

KWF-Innovationsassistent  als starker Impuls für den Innovations- und Wirtschaftsmotor

Der KWF-Innovationsassistent folgt der Bestrebung, das Kärntner Innovationsökosystem auf der Humankapitalseite auszubauen. Seit dem Jahr 2001 treffen sich junge, hochqualifizierte Personen mit akademischem Background aus den unterschiedlichsten Unternehmen und Branchen, um gemeinsam an ihren herausfordernden Projekten zu arbeitenund vor allem, um gemeinsam und voneinander zu lernen. Das Programm vermittelt der Zusammengehörigkeit, Kooperation und Umsetzungs- und Lösungsorientiertheit. Es entstehen Denk- und Transferräume. Die Freude am Gemeinsamen ist bei allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern spürbar. Solche Erlebnisse schaffen nachhaltige Beziehungsstrukturen.

 

Die mannigfaltigen Auswirkungen und Potenziale des KWF-Innovationsassistentenprogramms

  • Talente nach Kärnten holen

Seit Jahren schafft es der »Innovationsassistent«, Talente nach Kärnten zu holen. Ob Rückkehrer vom Studium oder komplette Kärnten Neulinge – die jungen Personen bringen Wissen, Taten- und Gestaltungsdrang mit nach Kärnten. Der Standort profitiert bereits im »short-term«! Langfristig gesehen sind diese Talente die prägenden Personen unseres Wirtschaftsstandortes.

  • Innovation in Kärntens Unternehmen

Der »Innovationsassistent« schafft Entfaltungsmöglichkeiten für Unternehmen. Die Erfahrung unserer Unternehmer gekoppelt mit den frischen, neuen Impulsen der Innovationsassistentinnen und -assistenten ermöglichen Innovation und Veränderung. Dadurch entstehen neue Unternehmensdynamiken. Weitere Impulse und eine zusätzliche, externe Perspektive bietet das »Innovations-Audit«, bei welchem die Innovationsassistentinnen und -assistenten gemeinsam mit Innovations-Experten alle Abteilungen des eigenen Unternehmens durchleuchten und Verbesserungsvorschläge erarbeiten und umsetzen.

  • Wissen als Rüstzeug für die Zukunft

Das Programm profitiert vom individuellen Wissensschatz der einzelnen Teilnehmerinnen und Teilnehmer und ermöglicht ein gemeinsames Voneinander-Lernen. Ein einzigartiges Ausbildungsprogramm, unter der wissenschaftlichen Leitung von AAU und FH Kärnten, unterstützt bei der Umsetzung der Projekte. Zusätzlich zu den Bereichen »Innovation« und »Digitale Technologien« steht auch die persönliche Selbstentwicklung der Teilnehmer im Vordergrund.

  • Lebendige Innovationskultur

Gleichgültig ob beim Kaminabend mit einer aus dem Nähkästchen plaudernden Unternehmerpersönlichkeit, beim gemeinschaftlichen Entwickeln von Lösungsansätzen im Schnellverfahren (24h Short Time Innovation)  im Ausbildungsprogramm oder beim näheren Kennenlernen der Wissenschaftlerinnen und -schaftler  unsere Forschungs- und Transfereinrichtungen –  der gemeinsame Austausch ist die Grundvoraussetzung für Fortschritt. Im Zuge des »Innovationsassistent« ist ein über die Kärntner Grenzen hinausreichendes Netzwerk entstanden. In dieser Community ist Kooperation eine Grundhaltung! Eine Grundhaltung die aktiv und mit Freude gelebt  und von externen Evaluatoren als wesentliches Kernelement dieses Programms gesehen wird.

 

NEU: Der Standort rückt in den Mittelpunkt

Oftmals wirken unterschiedliche Herangehens- und Denkweisen, unterschiedliche Ziele oder auch eine unterschiedliche Sprache als erschwerend für den gemeinsamen Austausch und als Innovationsbremse. Es sind jedoch die heterogenen Eigenschaften einzelner Akteure – seien es Unternehmen, Forschungsorganisationen, Bildungsinstitutionen oder Netzwerkorganisationen –  die neue, bisher zum Großteil ungenutzte Gelegenheiten für Innovations- und Wissenssprünge ermöglichen. Genau diesen Raum der unterschiedlichen Bilder, Worte und Denkmuster sollen die Innovationsassistentinnen und -assistenten für sich, ihr Unternehmen und den Standort nützen. Sie sollen Menschen zusammenbringen, Brücken bauen und Ziele verschmelzen lassen. Die Akteure sollen wechselseitig am jeweiligen Wissen partizipieren. Engere, innovationsbezogene Beziehungen zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Bildung sollen entstehen.

Neuerung: Mehrere Assistenteninnen und Assistenten sind künftig bei den Kärntner Wissens-, Forschungs- und Transfereinrichtungen beheimatet. Sie nehmen am gemeinsamen Ausbildungsprogramm teil und stärken das Kärntner Innovationssystem.

 

Für weitere Informationen steht für Sie gerne zur Verfügung:

Simon Hainig, MSc

 hainig@kwf.at
 0463 55 800-53
mobil: 0664 85 91 353

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