STICKLETT: Austauschbare Motive funktionieren auch auf Mund-Nasen-Schutzmasken

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STICKLETT: Austauschbare Motive funktionieren auch auf Mund-Nasen-Schutzmasken

DI Michaela Schicho, Gründerin und Geschäftsführerin von Sticklett

Tatsächlich gibt es Unternehmen – auch in Kärnten –  die in der Krise einen Höhenflug erleben. Dabei stellt sich die Frage, welche Rolle dabei die Krise hat: Tun sich durch sie neue Marktnischen auf oder zwingt sie Unternehmen zu mehr Einfallsreichtum? Oder ist es schlichtweg ein (letztlich glücklicher) Zufall? Die Beantwortung dieser Fragen kommt wohl auf die Perspektive und das Selbstbewusstsein der Unternehmerin | des Unternehmens an. Fest steht jedoch, dass unternehmerische Voraussetzungen punkto Digitalisierung und Flexibilität eine günstige Basis für das erfolgreiche Überstehen der Krise sind.

Das sieht Michaela Schicho, Geschäftsführerin von Sticklett, auch so: »Unsere Produkte und Leistungen verkauften wir auch vor der Krise über unseren Onlineshop sticklett.at. Wir investierten in den letzten Jahren eine Menge Geld, Zeit und Energie in die Digitalisierung sowohl online als auch im Bereich der E-Health und Telemedizin, und leben diese auch.«

Michaela Schicho ist ausgebildete Bekleidungstechnikerin, Informatikerin und zudem Mutter, weshalb bei ihr vor rund fünf Jahren die Idee entstand, Mode und Informationstechnologien zu verbinden. Mini-Sensoren wurden in eine Marienkäfer-Applikation eingearbeitet, die auf Baby- und Kinderkleidung befestigt werden kann, um fürsorglichen Eltern eine Unterstützung bei der Kinderbetreuung zu bieten. Ein weiteres Produkt von ihr sind  Anziehsachen für Kinder, auf denen das jeweilige Lieblingsmotiv ganz flexibel angebracht werden kann, was sogar auf den Mund-Nasen-Schutzmasken funktioniert.

Natürlich kam auch Sticklett die Krise nicht gerade gelegen, auch für sie war es zu Beginn ein Schock, »da uns sämtliche nationale und internationale geplante wichtige Vertriebs-Messen abgesagt wurden«, so die Geschäftsfrau. Sie haben sich aber ganz auf die aufgebauten online-Kanäle konzentriert und auch mit einem neuen Produkt, den Mund-Nasen-Schutzmasken, auf sich aufmerksam gemacht. Hier auch der Tipp von Michaela Schicho: »Suchmaschinenoptimierung zahlt sich wirklich aus!« Die hohe Nachfrage führte dazu, dass »wir plötzlich viel viel mehr zu tun hatten als vor der Krise. Wir mussten unsere komplette Logistik neu strukturieren und ruckzuck neue interne Arbeitsabläufe einführen,« erläutert Michaela Schicho. Die Umstellung gelang deshalb relativ gut, weil sie regional – in Klagenfurt und Slowenien – produzieren und genügend interne Ressourcen hatten.

Michaela Schicho ist auch davon überzeugt, dass Unternehmen, die jetzt noch nicht digital denken und fühlen künftig Überlebensschwierigkeiten haben werden.

Eine nicht ganz unumstrittene Aussage, denn vielleicht kommt die eine oder der andere Konsument auch zur Erkenntnis, dass mehr Regionalität und eine gewisse Bescheidenheit ein Weniger an Digitalisierung erfordern.

Wie vor der Krise wird es auch nach der Krise Positionierungsmöglichkeiten für die verschiedensten Geschäftsmodelle geben. Die Positionierung von Sticklett ist jedenfalls bisher voll aufgegangen und die erfolgreiche Fortsetzung wünschen wir ihr auch für die Zukunft.

 

Text: Marliese Fladnitzer-Ferlitsch

 

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